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Chronik Österreich
06/17/2020

Durchschlag im Koralmbahntunnel

18 Jahren nach den ersten Probebohrungen erfolgte Mittwoch um 13.24 Uhr der Durchbruch für den 33 Kilometer langen Tunnel.

Der Grundstein für eine 45-minütige Zugverbindung zwischen Klagenfurt und Graz ist gelegt, der Durchschlag erreicht. Exakt um 13:33 Uhr stieß der Bohrer durch die letzte verbliebene Steinwand, welche Kärnten und die Steiermark noch trennte. Die Nordröhre des Koralmtunnels steht somit. Doch Züge fahren noch lange keine. Die Strecke geht nämlich erst 2025 in Betrieb.

Genau 11.208 Meter haben sich die Mineure mit dem Tunnelbohrer „Kora“ seit 2014 vom Kärntner Lavanttal aus durch den Berg gegraben. Nach dem ersten Durchschlag im Jahr 2018 und den Weltrekorden der steirischen Tunnelbohrer „Mauli 1“ und „Mauli 2“, ist jetzt der gesamte Koralmtunnel gegraben.

Zahlen & Fakten

Der Koralmtunnel ist eines der längsten Tunnelbauwerke der Welt und besteht aus zwei parallelen Tunnelröhren mit jeweils 33 Kilometer Länge. Dazu kommen viele Querschläge, Lüftungsbauwerke und sogar eine 900 Meter lange Nothaltestelle mitten im Gebirge.

Nach Fertigstellung des Semmering Basistunnels, dem zweiten großen Tunnelprojekt entlang der Südstrecke, soll die Strecke Wien - Klagenfurt in 2:40 Stunden zurückgelegt werden. Derzeit dauert der Trip in eine Richtung noch knapp vier Stunden.

Durchschlag beim Koralmtunnel
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