Chronik | Österreich
19.08.2018

Deutscher starb bei 100-Meter-Absturz in Tirol

Am Großglockner rutschte ein 30-Jähriger 300 Meter ab - und überlebte leicht verletzt.

Ein 28-jähriger Deutscher ist am Samstag bei einer Wanderung im Kaisergebirge in Tirol tödlich verunglückt. Der Mann, der gemeinsam mit seinen zwei Brüdern und seinem Vater unterwegs war, kehrte laut Angaben der Polizei alleine um, weil er zuvor bei einer Abzweigung seinen Rucksack und seine Wanderstöcke vergessen hatte. Dabei sei der Wanderer rund 100 Meter über steiles Gelände abgestürzt.

Der 28-Jährige erlitt laut Polizei tödliche Verletzungen. Seine Leiche wurde vom Polizeihubschrauber geborgen. Der Vater und seine drei Söhne waren am Samstag vom Stripsenjochhaus am Wilden Kaiser in Richtung Eggersteig gewandert.

Großglockner: Bergsteiger rettet sich mit Eispickel

Mit einem Schock und leichten Verletzungen ist hingegen ein Unfall am Großglockner geendet. Ein 30-Jähriger ist, ebenfalls am Samstag, beim Abstieg vom Großglockner rund 300 Meter abgerutscht. Nach Angaben der Polizei konnte sich der Bergsteiger letztendlich mit einem Eispickel sichern. Er wurde mit leichten Verletzungen per Rettungshubschrauber geborgen und in das Krankenhaus nach Lienz geflogen.

Der Alpinist war beim Abstieg gegen 11.30 Uhr beim sogenannten "Eisleitl" angelangt. Beim Montieren der Steigeisen rutschte er plötzlich aus und schlitterte über das rund 45 Grad steile Gelände in die Tiefe. Dabei touchierte er einen Felsbrocken, überschlug sich und rutschte weiter ab. Durch den Einsatz seines Eispickels konnte er schließlich den weiteren Absturz verhindern.