First Corona virus cases in Austria

© EPA / CHRISTIAN BRUNA

Chronik Österreich
02/26/2020

Der KURIER war im Innsbrucker Hotel, in dem Corona-Verdacht besteht

Neun Kollegen der mit Corona infizierten Rezeptionistin müssen in Quarantäne. Das Hotel ist indes wieder im Vollbetrieb

von Christian Willim

Im holzvertäfelten Frühstücksraum bedienen sich die Gäste am Mittwochmorgen am Buffet und genießen ihren Kaffee. In der Lobby des Hotels lehnt ein Pärchen in den Loungesesseln. "Wir laufen wieder ganz normal", sagt ein Mitarbeiter des Grand Hotel Europa in Innsbruck.

In der Nacht zuvor hatten hier noch Polizisten die Eingänge überwacht, nachdem das Hotel behördlich gesperrt wurde. Ausgerechnet eine Rezeptionistin des Hauses ist einer der ersten beiden in Österreich bestätigten Corona-Fälle, ihr Freund der zweite.

Die Italiener sind in Quarantäne. Dieses Schicksal teilen nun auch neun Kollegen und drei weitere Personen aus ihrem Umfeld mit der 24-Jährigen. Wie diese zweiwöchige Isolation genau abläuft, werde mit der Gesundheitsbehörde abgestimmt, hieß es am Mittwochvormittag beim Land Tirol.

Unter Polizeibewachung

Die zwölf Kontatkpersonen befinden sich in "häuslicher Quarantäne", teilte Innenminister Karl Nehammer nach einer Sitzung des Corona-Krisenstabs in Wien mit: "Die Personen befinden sich zu Hause und haben strenge Auflagen. Diese werden polizeilich überwacht."

"Nicht mehr isoliert" ist jedenfalls das Hotel Europa, wie Kurzthaler ebenfalls bestätigt. Dort wurden am Dienstagabend insgesamt 62 Personen - Gäste und Mitarbeiter - untersucht und Abstrichproben genommen. Niemand habe Symptome gehabt, hieß es.

Dass zunächst für die Dauer der Sperre bereits im Hotel einquartierte Gäste bei ihrer Rückkehr von der Polizei abgewiesen wurden, sorgte vor Ort für Verwunderung.

Denn auch sie sollten eigentlich untersucht werden. Erst um 21.30 Uhr durften die Gäste in das kurz nach 17 Uhr gesperrte Hotel, wie ein Lokalaugenschein gezeigt hat.

"Die Erhebungen wurden so gemacht, dass man sich zunächst einen Gesamtüberblick verschaffen wollte. Erst als man bereit war, wurden weitere Personen aufgenommen", erklärt Kurzthaler das. Wer keinen engen Kontakt zu der infizierten Person hatte und in gutem Gesundheitszustand war, hätte sich nach der Untersuchung wieder frei bewegen dürfen.

Kurioser ZIB-Moment

Das könnte auch erklären, warum ausgerechnet während der ORF-Live-Schaltung der ZIB1 jemand aus dem Hotel kam. Just in dem Moment, als der Reporter erklärte: "Es darf niemand rein oder raus, soweit wir das beobachten konnten."

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