Chronik | Österreich
28.08.2018

Der Baustellen-Sommer endet, der nächste wartet schon

Die Bauarbeiten gingen schneller voran als geplant. Probleme erwarten die Wiener wegen des U-Bahn-Ausbaus.

Für baustellengeplagte Wiener gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Zunächst die gute: Sechs Bauvorhaben, die den Verkehr in der Stadt für mehrere Wochen teils massiv beeinträchtigt haben, können planmäßig vor dem Schulstart in der nächsten Woche abgeschlossen werden. Weil diesen Sommer das Wetter mitspielte, waren einige Arbeiten sogar schon früher fertiggestellt, als ursprünglich geplant.

Freie Fahrt

Aktuell dürfen sich Autofahrer, die im Umkreis der Hadikgasse unterwegs sind, verfrüht freuen, wie Baustellenkoordinator Peter Lenz sagt: „Bis auf den Rückbau der Umleitungsmaßnahmen, ist die Baustelle dort fertiggestellt. Das wird eine große Erleichterung für den Verkehr. Ebenso wie das Ende der Baustelle in der Unterführung beim Matzleinsdorfer Platz.“ Gefahren werden konnte dort seit fast acht Wochen nur auf einer Fahrbahn. Die Verzögerungen waren an diesem Knotenpunkt massiv, da auch die Triester Straße seit einigen Monaten zur Dauerbaustelle geworden ist. Diese wird die Wiener und Einpendler leider noch für mehrere Monate beschäftigen.

Bis Freitag sollen auch noch andere Nadelöhre in der Stadt wieder geweitet werden. Die Neustiftgasse, bei der seit mehreren Wochen der Straßenbelag erneuert wird, soll schon ab Freitag wieder auf beiden Sputen befahrbar sein. Auch die Bauarbeiten am Elterleinplatz und am Döblinger Gürtel enden pünktlich am letzten Ferientag. Die Währinger können dann zwei Tage später aufatmen, nämlich am Sonntag. Da soll die Baustelle in der Währinger Straße endlich ein Ende haben und die Fahrbahn wieder in beide Richtungen benutzbar sein. Die Sperre der Gudrunstraße wird schließlich am Montag enden.

Die schlechte Nachricht

Während der Baustellenkoordinator für diesen Sommer erfreut sein kann, gehen schon die Planungen für das nächste Jahr los. „Wir sind schon intensiv daran, die Projekte für 2019 zu organisieren. Da ist vor allem der Ausbau der U-Bahn ein großes Thema, das auch zu Verzögerungen führen wird“, sagt Lenz. Die erste größere Baustelle wird an der 2er-Linie im Bereich des Rathauses beginnen. Für den Ausbau der neuen Linie U5 wird bei der Pilgramgasse gewerkt.

Auf die Öffis umzusteigen, kann mitunter ebenfalls ein Problem werden. Bei der Pilgramgasse wird die U4 ab Februar beispielsweise gar nicht anhalten. Dauern wird die Sperre der gesamten Station etwa ein Jahr lang. Zusätzlich zu den Bauarbeiten für die U5 wird auch die U4-Modernisierung für Umstände für die Fahrgäste sorgen. Im Juli und August kommenden Jahres fährt die U4 zweigeteilt, nämlich nur bis zur Längenfeldgasse beziehungsweise bis zum Karlsplatz. Die Stationen Margaretengürtel, Pilgramgasse und Kettenbrückengasse können dann nur mit einem Schienenersatzverkehr erreicht werden. Auch die Linie U2 wird so machen Fahrgast Ärger bescheren. Laut Wiener Linien wird die U-Bahn dort ab dem Sommer 2019 für zwei Jahre nur bis zum Schottentor fahren. Allen die weiterfahren müssen, bleibt nichts anderes übrig, als auf die Straßenbahnen umzusteigen. Die sollen dafür in noch dichteren Intervallen geführt werden. In der U6 wird man nächsten Sommer für etwa drei Monate nicht bei der Station Gumpendorfer Straße in Richtung Floridsdorf einsteigen können. Die Station wird saniert.