++ HANDOUT ++ GRENZÖFFNUNG: BUNDESKANZLER KURZ BESUCHTE DAS KLEINWALSERTAL / KURZ

Ein Bild aus den frühen Tagen der Corona-Pandemie: Der Besuch von Bundeskanzler Sebastian Kurz im Kleinwalsertal sorgte Mitte Mai für Kritik, weil Sicherheitsabstände nicht eingehalten worden waren. 

© BUNDESKANZLERAMT/DRAGAN TATIC / DRAGAN TATIC

Chronik Österreich
10/02/2020

Coronavirus: Keine Reisewarnung mehr für Kleinwalsertal und Jungholz

Deutschland zählt die beiden Enklaven nicht mehr zu Risikogebieten.

Deutschland hat die Einstufung der beiden Enklaven Kleinwalsertal (Vorarlberg) und Jungholz (Tirol) als Risikogebiet am Freitagnachmittag aufgehoben. Das geht aus der aktualisierten Liste der Risikogebiete hervor, die das deutsche Robert Koch-Institut (RKI) führt. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) und Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) zeigten sich gegenüber der APA erfreut, der Schritt bedeute eine "wichtige Erleichterung".

Nehammer habe die Erleichterungen in Telefonaten mit dem deutschen Bundesinnenminister Horst Seehofer und dem bayrischen Innenminister Joachim Herrmann vereinbart, hieß es am Freitag gegenüber der APA. Staatssekretär Brunner sei mit den deutschen Partnern im Kleinwalserstal vor Ort in Kontakt gewesen, so ein Statement aus seinem Büro.

Große Erleichterung für knapp 5.400 Menschen

"Die Enklaven Kleinwalsertal und Jungholz und haben bereits in der ersten Phase des Lockdowns mit großen Einschränkungen kämpfen müssen - weit mehr als in anderen Bereichen des Landes. Die Ausnahmen für die Österreicherinnen und Österreicher, die in diesen Regionen wohnen, sind eine wichtige Erleichterung", so Nehammer in einem schriftlichen Statement gegenüber der APA, der sich bei den deutschen Regierungskollegen für die gute Zusammenarbeit bedankte.

"Die Aufhebung der Einstufung als Risikogebiet ist eine große Erleichterung für knapp 5.400 Menschen in den Enklaven Kleinwalsertal und Jungholz. Wir haben uns auf allen Ebenen für eine rasche Lösung eingesetzt. Die Situation in den letzten Tagen war sehr schwierig für die Menschen vor Ort, denn die mit der Einstufung verbundenen Reisewarnungen haben Unmut und Verunsicherung in der Bevölkerung ausgelöst. Umso größer ist heute die Freude, dass die beiden Gebiete nun nicht mehr als Risikogebiet geführt werden", so Brunner. "Unser Ziel ist es weiterhin, Vorarlberg und Tirol von der Liste der Risikogebiete zu bringen, um den Wintertourismus nicht weiter zu gefährden und so viele Arbeitsplätze wie möglich zu sichern."

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