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Chronik Österreich
04/15/2020

Corona: Die SPÖ verlegt ihre Maikundgebung ins Fernsehen

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig führt durch eine 90-minütige TV-Sendung, die die SPÖ professionell produzieren lässt.

von Christoph Schwarz

Der 1. Mai ist der höchste Feiertag der österreichischen Sozialdemokratie – so heißt es gemeinhin halb scherzhaft.

Die traditionellen SPÖ-Maiaufmärsche und vor allem die große Kundgebung auf dem Wiener Rathausplatz sind dieses Jahr aber abgesagt: Die Corona-Beschränkungen lassen keine derartigen Großveranstaltungen zu.

Für die SPÖ ist das höchst unerfreulich: Sie freute sich in den vergangenen Jahren zumeist über bis zu 120.000 Sympathisanten, die - nach eigenen Angaben - alleine in Wien am Tag der Arbeit bei den Aufmärschen auf der Straße sind.

In einem Wahljahr – die Wiener Gemeinderatswahl findet am 11. Oktober statt – ist das auch ein nicht unbedeutender Mobilisierungsschub. Nicht zuletzt deshalb, weil die Reden auf dem Rathausplatz oft für kämpferische (und auch programmatische) Ansagen genutzt wurden.

Zumindest Letzteres soll auch in diesem Jahr so sein.

Die SPÖ hat auf die Corona-Krise reagiert – und verlegt den 1. Mai diesmal kurzerhand ins Fernsehen, wie der KURIER erfahren hat.

Der Bürgermeister als Moderator

Die Wiener SPÖ hat eine „professionell produzierte TV-Sendung“ mit Doku-Elementen und Redebeiträgen geplant. 90 Minuten soll das vorab aufgezeichnete TV-Format dauern.

Als „Host“ fungiert Wiens Bürgermeister Michael Ludwig. Er wird dabei selbst durch die Sendung führen. Zu sehen sein dürfte sie am 1. Mai im Privatfernsehen.

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