Corona-Ampel könnte teils auf Orange springen

EU-weite Corona-Ampel kommt
Wien und Innsbruck mit günstiger Entwicklung.

Die Corona-Ampel könnte erstmals seit November wieder eine andere Farbe als Rot anzeigen. Im Arbeitsdokument für die Sitzung der aktuell tagenden Ampel-Kommission ist bei sechs Bezirken mit vergleichsweise niedrigen Fallzahlen "Diskussionsbedarf" angemeldet.

Darunter sind mit Wien und Innsbruck-Stadt auch zwei prominente Fälle. Die übrigen Bezirke sind Krems, Horn, Korneuburg und Hollabrunn jeweils in Niederösterreich.

In diesen Regionen liegt die absolute Fallzahl nun schon seit einiger Zeit bei unter 100 von 100.000. In Wien ist das zwar nicht der Fall, die Bundeshauptstadt kommt aber unter diese Schwelle, wenn man sonstige Faktoren wie Zahl der Tests, Alter der Infizierten und ähnliches einbezieht, also bei der so genannten risikoadjustierten Inzidenz.

Positivrate liegt in Wien bei 1,9 Prozent

Nieder ist in Wien auch die Zahl der positiven Fälle unter den Getesteten, nämlich nur 1,9 Prozent. Der Österreich-Schnitt liegt bei 8,9 Prozent. Den Höchstwert hat Kärnten mit 31,1 Prozent. Große Unterschiede gibt es auch bei der Zahl der Tests. In Wien wurden knapp 5.900 von 100.000 Einwohnern getestet - ein Wert, an den nur Vorarlberg annähernd herankommt (4.845), in Kärnten sind es nicht einmal 700.

Was wenig positiv stimmt: Die Infektionszahlen gehen im 14-Tage-Trend in fast allen Bundesländern wieder nach oben. Nur in Wien und der Steiermark gibt es einen rückläufigen, in Oberösterreich einen stagnierenden Trend. Am Ungünstigsten ist die Entwicklung in Salzburg, wo ein Plus von 29 Prozent vermerkt wird.

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