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29 Millionen Entlehnungen, 11 Millionen Besuche: Österreichs Büchereien im Wandel

2025 ist die Zahl der Bibliotheksstandorte leicht gesunken, die Zahl der Besuche allerdings gestiegen.
Ein Mädchen sitzt auf dem Boden zwischen Bücherregalen und liest konzentriert in einem aufgeschlagenen Buch.

Zusammenfassung

  • 2025 wurden in Österreichs Bibliotheken über 29 Millionen Entlehnungen und fast elf Millionen Besuche verzeichnet, womit das Vor-Corona-Niveau übertroffen wurde.
  • Trotz eines Rückgangs der Standorte um 3,4 Prozent stieg die Zahl der Besuche und Veranstaltungen, insbesondere für Kinder und Jugendliche, deutlich an.
  • Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in öffentlichen Bibliotheken erhöhte sich um 7,9 Prozent.

Der österreichische Buchmarkt ist 2025 zwar nur um 0,1 Prozent gewachsen. Die Leselust im Land scheint dennoch groß zu sein, zieht man zumindest Zahlen der Bibliotheken als Maßstab heran: Mit mehr als 29 Millionen Entlehnungen und nahezu elf Millionen Besuchen im vergangenen Jahr wurde das Niveau von 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie, "eindrucksvoll übertroffen", wie es am Montag in einer Aussendung hieß.

Zahl der Standorte gesunken

Der Trend zum "Dritten Ort", zur Bibliothek als physischem Aufenthalts- und Interaktionsraum, setzt sich fort, berichtete der Büchereiverband Österreichs (BVÖ). Während die Zahl der Standorte seit 2019 leicht um 3,4 Prozent auf 1.344 gesunken ist, stieg die Zahl der Besuche 2025 im Vergleich zu 2024 um 4,6 Prozent an. 58.000 Veranstaltungen in Bibliotheken lockten im vergangenen Jahr mehr als 1,3 Millionen Teilnehmende an. Über 36.000 Angebote richteten sich an Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre.

Zahl der Mitarbeiter gestiegen

Die strukturelle Basis bilden weiterhin die kommunalen und kombinierten Bibliotheken, die über 77,4 Prozent der Standorte stellen und 86,4 Prozent aller Entlehnungen abwickeln. Die Zahl aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in öffentlichen Bibliotheken stieg um 7,9 Prozent.

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