Chronik | Österreich
05.11.2018

Berittene Polizei: Es fehlen noch vier Tiere zur Vollbesetzung

Innenminister hebt "kriminalpräventive Funktion" hervor. Auch zwei Polizeikatzen gibt es nun.

Die Posten der zwei Polizeikatzen (sie jagen Mäuse und Ratten im Stall in Wiener Neustadt) sind bereits vergeben, bei den Polizeipferden ist man hingegen noch nicht ganz komplett. Erst zehn von vierzehn Planstellen sind besetzt, heißt es in einer Anfragebeantwortung von Innenminister Herbert Kickl an die SPÖ-Angeordnete Angela Lueger. Am 12. Oktober wurden die zwei versprochenen Pferde der Republik Ungarn an Österreich übergeben. Die weiteren vier werden noch gesucht.

Kickl betonte in der Anfragebeantwortung, was die berittene Einheit alles könne: „Berittene Einheiten haben kriminalitätspräventive Funktionen, werden zur Bekämpfung von Kriminalität eingesetzt und sind für das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung von hoher Bedeutung. Neben dem klassischen Streifendienst im bebauten Gebieten und in Parkanlagen sowie in schwer zugänglichen, nicht befahrbaren Geländeabschnitten können Polizeireiter auch bei polizeilichen Großeinsätzen, insbesondere bei Sportgroßveranstaltungen, und zu Suchmaßnahmen nach vermissten und hilflosen Personen sowie nach flüchtigen Straftätern, insbesondere im unwegsamen Gelände, eingesetzt werden. “

Ein umstrittenes Thema bleiben die Kosten. Wie berichtet sind 380.000 Euro pro Jahr für die ersten beiden Jahre fixiert, die EU bezahlt einmalig 180.000 Euro als Förderung. Nicht eingerechnet ist dabei etwa die Polizeiuniform oder das Personal – nur zwei Stallburschen zu insgesamt rund 5500 Euro (inklusive Nebenkosten) sind inkludiert. Von Juni bis August wurden laut Innenministerium knapp 64.000 Euro ausgegeben. Es fehlt aber noch ein teurer Anhänger für den Transport. Nicht notwendig sind aber externe Trainer, das machen alles Personen aus dem BMI.