Haft: K. war seit 2011 flüchtig

© /Boris Pejovic / Vijesti

Geldwäschevorwurf
10/20/2014

Berichte: Mutmaßlicher Drogenpate festgenommen

Safet K., eine schillernde Figur aus der Unterwelt Montenegros, soll in Österreich in Haft sein.

von Nihad Amara

Heimischen Ermittler ging offenbar ein mutmaßlicher Drogenpate ins Netz: Safet K. dürfte eine schillernde Figur aus der Unterwelt Montenegros sein – das und über die Festnahme in Österreich berichteten am Montag zahlreiche Medien in seiner Heimat. Die Meldung konnte bislang vom österreichischen Bundeskriminalamt nicht verifiziert werden.

Gegen Safet K., der im großen Stil von Drogengeschäften profitiert haben soll, lag laut den Berichten ein internationaler Haftbefehl vor. In seiner Heimat will ihm die Staatsanwaltschaft wegen Geldwäschevorwürfen den Prozess machen. Die Vorwürfe sind massiv: K. soll 7,7 Millionen Euro, die durch Drogengeschäfte in Deutschland lukriert worden sein sollen, reingewaschen haben.

Untergetaucht

K. war nach seiner Flucht im Jahr 2011 der meistgesuchte Mann Montenegros. Die Justiz hatte sein Vermögen eingefroren. Er dürfte in mehreren Ländern unter falscher Identität Unterschlupf gefunden haben, erklärte erst im August ein leitender Beamter des Interpol-Büros in montenegrinischen Hauptstadt Podgorica.

In seine Machenschaften sollen auch seine Frau und sein Bruder involviert sein. Beide müssen sich seit 6. Oktober in einem medienwirksamen Prozess verantworten. Ihre Verteidiger sprechen von einer Intrige und einer willkürlichen Anklage gegen die beiden. Allerdings hat der stellvertretende Sonderstaatsanwalt viele Indizien und belastende Zeugenaussagen auf seiner Seite. Ein Urteil soll am 3. November fallen.

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