Chronik | Österreich
01.07.2018

Bauernhof in Flammen: Sechster Brand innerhalb eines Monats

Nachdem ein Gehöf niederbrannte, ermittelt die Polizei nun wegen Brandstiftung.

Ein Großbrand hat in der Nacht auf Sonntag ein bäuerliches Anwesen in Erpfendorf (Bezirk Kitzbühel) schwer beschädigt und auch vier Verletzte gefordert. Das Feuer war aus noch unbekannter Ursache ausgebrochen. Eine Bewohnerin hatte beim Notruf um 2.22 Uhr Alarm geschlagen. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand der angebaute Stall bereits in Vollbrand. Acht Feuerwehren mit rund 180 Mann konnten das Übergreifen des Brandes auf benachbarte Häuser sowie das vollständige Niederbrennen des Wohnbereichs verhindern.

In dem Anwesen waren 18 Personen polizeilich gemeldet. Alle Bewohner hatten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Dennoch mussten vier Personen mit Verletzungen bzw. Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Das Haus wurde durch den Brand unbewohnbar. Die Betroffenen sind laut Polizei nun in einem Hotel untergebracht. Die Höhe des Sachschadens und ein eventueller Verlust an Tieren standen zunächst nicht fest.

Firmenareal

Erpfendorf wurde damit innerhalb eines Monat bereits zum sechsten Mal Schauplatz von einem Brand. Zwei Mal wurden Reisighaufen angezündet und drei Mal mussten die Feuerwehren zur Firma Steinbacher zum Brandlöschen ausrücken – zuletzt vor einer Woche.

Jedes Mal wurden schwer entflammbare Materialien angezündet. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung. „Wobei der Brand jetzt eine andere Dimension hat. Vom Anzünden von Reisighaufen, wo keine Menschen gefährdet sind, zu diesem Brand, ist es ein großer Schritt“, sagt Karl Kraus vom Bezirkspolizeikommando Kitzbühel.

Bei der Spurensuche am Sonntag waren auch Brandspürhunde der Polizei am Brandort im Einsatz.