APA5288286-2 - 19092011 - PARTENEN - ÖSTERREICH: ZU APA-TEXT CI - THEMENBILD: Kühe auf einer Alm im Montafon, Vorarlberg stehen am Montag, 19. September 2011m, im ersten Schnee. Der prognostizierte Wintereinbruch im Westen Österreichs hat in der Nacht auf heute in höheren Lagen teils große Mengen an Schnee gebracht. APA-FOTO: DIETMAR STIPLOVSEK

© APA/DIETMAR STIPLOVSEK

Protest
03/25/2013

Bauern planen Blockade der Tauernautobahn

Salzburg - Als Zeichen des Protestes wollen verärgerte Landwirte ihre Kühe auf die Autobahn treiben

von Niki Nussbaumer

Salzburgs Almbauern sind „verdammt sauer“: Sie sollen Förderungen, die sie von der EU erhalten haben, wieder zurückerstatten. „Wir haben immer brav das gemacht, was uns die AMA gesagt hat – und jetzt wollen uns die selben Leute strafen“ , klagt Josef Tiefenbacher, Almbauer in Niedernsill, dem KURIER.

Der Vorwurf an die Bauern lautet, dass sie jahrelang zu viel Almfläche als förderungswürdig eingereicht hätten. Förderungen für die Landwirte gibt es nämlich nicht mehr für die gesamte Almfläche, sondern nur für die Weidefläche. Almen umfassen aber meist auch viel Wald – doch laut EU gilt Wald nicht als Weide. Und das bedeutet, dass die Bauern nun zur Kassa gebeten werden sollen. Betroffen wären 8800 Almbauern und 27.000 „Auftreiber“. Das sind Bauern, die ihre Tiere auf fremden Almen einstellen, weil sie selbst kein Land haben. Almbauer Tiefenbacher befürchtet, einige Tausend Euro zurück zahlen zu müssen. „Das kann mich schlimm erwischen. Aber am meisten ärgert mich, dass wir jetzt als Betrüger dastehen – das ist eine Gemeinheit. Der Irrtum liege laut Bauern zu 100 Prozent beim Landwirtschaftsministerium; es sei ein fataler Fehler, Weideland auf Almen messen zu wollen.

Sobald die Landwirte ihre Straf-Bescheide vorliegen haben, wollen sie auf die Barrikaden steigen – und das kann schon in den kommenden Tagen der Fall sein.

„Wir lassen uns das nicht gefallen“, sagt Tiefenbacher. Geplant ist eine Blockade der Tauernautobahn möglichst noch vor Ostern. „Und die Kühe nehmen wir mit.“ Auch die Großglockner Hochalpenstraße will man künftig durch verstärkte Traktorfahrten beeinträchtigen.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.