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Chronik Österreich
11/10/2019

Astronomisches Spektakel: Merkur schiebt sich vor die Sonne

Der Merkurtransit ist im Osten zu sehen, die nächste Chance gibt es erst wieder im Jahr 2032.

von Katharina Zach

Es ist ein seltenes Himmelsschauspiel am Montag zu beobachten sein wird: Der kleinste und sonnennächste Planet Merkur wird sich zwischen Erde und Sonne schieben. Der sogenannte „Merkurtransit“ wird – mit entsprechendem Equipment – ab 13.35 Uhr auch über Teilen Österreichs sichtbar sein.

„Das ist etwas ganz Besonderes. Das ist der letzte Merkurtransit für die nächsten 13 Jahre“, sagt Gottfried Gerstbach, Vorsitzender des „Österreichischen Astronomischen Vereins“. Zuletzt war die „Mini-Sonnenfinsternis“ im Jahr 2016 zu sehen, das nächste Mal ist erst wieder im Jahr 2032 Gelegenheit dazu.

Wer das Spektakel verfolgen will, hat am ehesten im Norden und Osten des Landes gute Chancen auf einen freien Blick, wie die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik mitteilt. Interessierte werden vor allem im Mostviertel, dem Wiener Becken und Teilen des Burgenlandes mit einem guten Blick belohnt. Zum Problem könnten lediglich lokale Nebelfelder werden.

„Sternderlschauen“

Um den Merkurtransit beobachten zu können, braucht es spezielle Vorkehrungen. Mit einer simplen Sonnenfinsternis-Brille wird der Merkur, der dann als kleiner Punkt vor der Sonne zu sehen ist, nicht erkennbar sein. Vielmehr benötigt man ein Teleskop oder eine Projektionsfläche. Wer beides nicht zur Hand hat, keine Sorge: Zahlreiche Sternwarten und Vereine laden zu Veranstaltungen.

So kann etwa im Sterngarten Georgenberg in Wien ab 13 Uhr durch Teleskope zwischen fünf und acht Zoll geschaut werden. Auf der Kuffner-Sternwarte findet zwischen 13 Uhr und 16.30 Uhr eine Veranstaltung statt. In der Urania Sternwarte in Wien können zwischen 13 Uhr und 16.30 Uhr Blicke riskiert werden. Die Sternwarte Gahberg in Oberösterreich hat zur Beobachtung – nach Voranmeldung! – ab 12 Uhr geöffnet.

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