Gulnbrein

© APA/ROLAND SCHLAGER

Chronik Österreich
03/01/2021

Anti-Terroreinheit Cobra bekommt neuen operativen Leiter

Drei Spitzenjobs vom Innenministerium vergeben: Neuer operativer Cobra-Chef, Leiter der Flugpolizei und Direktor des Bundesasylamts

von Dominik Schreiber, Anja Kröll, Kid Möchel

Innenminister Karl Nehammer fiel das in den Schoß, was sein Vorvorgänger Herbert Kickl gerne gehabt hätte: Eine Vielzahl von Führungsjobs in der Polizei, die vergeben werden können.

Hannes Gulnbrein (siehe Bild oben) galt dabei als der Favorit auf den Posten des neuen operativen Leiters der Anti-Terroreinheit Cobra, als einziger von drei Bewerbern erhielt er von der Auswahlkommission die Höchstbewertung. Der 62-Jährige war lange Zeit Standortleiter der Cobra in Wien, bevor er 2017 als Kommandant in die Cobra-Einsatzzentrale nach Wiener Neustadt wechselte.

Gulnbrein war beim Terroranschlag in Wien führend im Einsatzstab tätig. Ab Ende März hat er die Leitung der wichtigsten Sondereinheit des Landes über, wird dem KURIER aus gut informierten Kreisen bestätigt.

Bereits seit einem Monat, öffentlich bisher aber noch nicht verlautbart, leitet Christian Stella interimistisch die Flugpolizei. Aus dem Innenministerium heißt es, dass er die Luftflotte wieder auf Vordermann bringen soll. Deshalb wurde ein Mann von außen geholt. Stella war zuletzt stellvertretender Landespolizeidirektor im Burgenland, war aber etwa auch bei der Fußball-Europameisterschaft in Wien im Einsatzstab.

Er gilt als erfahrener und ruhiger Führungsoffizier. Von insgesamt zwölf Bewerbern wurde er als einziger als in höchsten Maße geeignet gewertet.

Öffentlich noch ziemlich unbekannt ist Gernot Maier, der das Bundesamt für Asylwesen (BFA) übernimmt. Er war bisher stellvertretender Leiter und der einzige Bewerber für den Job. Er wurde ebenfalls höchst bewertet von der unabhängigen Kommission.

Erst am vergangenen Freitag wurde Andreas Holzer als neuer Chef des Bundeskriminalamts offiziell präsentiert. In seinem Amt werden in den kommenden Wochen und Monaten ein Stellvertreter sowie zwei wichtige Abteilungsleiter gesucht.

Streit um das BVT

Hinter den Kulissen läuft außerdem derzeit bereits das Tauziehen um den künftigen Chef des neuen Verfassungsschutzes. Die Grünen sollen dem Vernehmen nach einen Juristen fordern, das würde den bisherigen Favoriten unmöglich machen.

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