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Chronik Österreich
12/24/2020

Alle Jahre wieder: Am Heiligen Abend im Einsatz

Tausende Menschen müssen am Abend des 24. Dezember arbeiten.

von Teresa Sturm, Konstantin Auer

Während die einen ein Karpfenmenü auftischen und Omas Weihnachtskekse verkosten, müssen die anderen in die Nachtschicht. Tausende Menschen sind am Heiligen Abend im Einsatz, pflegen Kranke, transportieren Personen oder sorgen für Sicherheit auf den Straßen.

So auch die Polizei: Trotz der Corona-Regeln rechnet man dort heuer nicht mit mehr Einsätzen. Punschstände und Weihnachtsfeiern fallen aus – und damit die Betrunkenen. Verkehrskontrollen wird es trotzdem geben. Immer, wenn sich viele Menschen in privaten Räumen treffen, könne es zudem zu Anzeigen wegen Lärms oder Streitigkeiten kommen.

Die Anzahl der Polizisten, die am Heiligen Abend Dienst haben, unterscheidet sich kaum von anderen Tagen. Es gibt aber keine Urlaubssperre – es entscheiden also die Landespolizeidirektionen.

Stephansdom, Christkindlmarkt, Polizei, Weihnachten, Advent

In kleineren Inspektionen sagen die Dienstführenden, wer kommen muss; in den Städten gibt es fixe Diensträder. So sind in Wien etwa 520 Beamte im Nachtdienst – viele Bezirkskräfte, die Diensthundeeinheit oder die WEGA.

Kekse beim Roten Kreuz

Einsatzbereit sind auch die Feuerwehren und Rettungsorganisationen. „In den Bezirksstellen werde es weihnachtlich, sagt Sonja Kellner vom Roten Kreuz. „Es gibt Kekse und ein nettes Abendessen, aber heuer mit Abstand.“ Zudem arbeiten Rotkreuz-Mitarbeiter am 24. Dezember, damit man sich noch vor dem Fest auf Corona testen lassen kann.

In den Kliniken in Niederösterreich und in den Betreuungszentren werden 5.800 Personen im Dienst sein. Diese würden versuchen, den Patienten einen schönen Abend zu bereiten, sagt Bernhard Jany von der Landesgesundheitsagentur.

Beim Wiener Gesundheitsverbund rechnet man damit, dass in diesem Jahr weniger los ist. Zu den größten Herausforderungen der beginnenden Weihnachtsferien zählen sonst Freizeitunfälle. Hier vermute man, dass sich diese Unfälle heuer in Grenzen halten werden.

Zugbegleiter als Gesprächspartner

Damit am 24. alle zu ihren Familien kommen, ist etwa auch das Salzburger Zugbegleiter-Ehepaar Alexandra und Andreas für die ÖBB im Dienst: „Unsere Kinder sind bereits erwachsen, und es sollen die Kollegen zu Hause bleiben, die kleine Kinder haben.“

Am Heiligen Abend suchen viele das Gespräch mit den Zugbegleitern und seien froh über Zeit, die man ihnen schenkt, sagen die beiden.

Bei den Wiener Linien sorgen 2.000 Mitarbeiter dafür, dass der öffentliche Verkehr auch zu Weihnachten funktioniert. Alle fünf Minuten kommt eine U-Bahn – ab 18.30 Uhr nur noch alle 15 Minuten – und in der Nacht verkehren neben den Nightlines auch die Taxis.

WKÖ-Taxi-Branchensprecher Erwin Leitner rechnet aber damit, dass es ruhiger ist als sonst: „Aber ich hoffe doch, dass Weihnachtsbesuche der Oma stattfinden.“

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