400 Jahre älter: Muss Geschichte des Buches umgeschrieben werden?

400 Jahre älter: Muss Geschichte des Buches umgeschrieben werden?
Restauratorin entdeckte Faden, Falz und Lochung an einem Fragment, das einst an einer Mumie gefunden wurde.

Liegt das älteste Buch der Welt in Graz, jedenfalls winzige Teile davon? Expertinnen und Experten der Karl-Franzens-Universität Graz sind davon überzeugt: Eine Restauratorin entdeckte Mitte Mai an einem winzigen Papyrus-Fragment ein Stückchen Faden, Heftlöcher und einen zentralen Falz - alles Spuren, die zu einem Buch führen. 

"Man denkt, es ist surreal", beschreibt es Restauratorin Theresa Zammit Lupi am Donnerstag. "Diese Entdeckung ist ein echter Glücksfall." Das Fragment - nur 15 mal 25 Zentimeter klein - stammt aus dem 3. Jahrhundert vor Christus - doch bisher ging die Wissenschaft davon aus, dass die ersten Bücher Schriftrollen erst 400 Jahre später zu ersetzen begannen.

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