Chronik | Österreich
05.06.2018

Verkehrsbehinderungen in Wien und 1600 Sicherheitskräfte für Putin

Der russische Präsident kommt am Dienstag nach Wien und die Innenstadt verwandelt sich in eine Sperrzone.

Staatsbesuch. Wenn der russische Präsident Wladimir Putin nach Wien kommt, wird den Behörden alles aufgefahren, was sicherheitstechnisch möglich ist.

Nicht weniger als 800 Exekutivbeamte und 800 Soldaten sind am Dienstag im Einsatz. Das Bundesheer wird unter anderem mit Eurofightern und Hubschraubern den Luftraum absichern. Am Boden bleibt unterdessen die Polizei. Sie ist für den Personenschutz zuständig und soll die großräumigen Sperrzonen absichern, die mit dem Besuch des umstrittenen Politikers einhergehen.

Obwohl Putin erst um 13 Uhr am Flughafen Wien-Schwechat landen soll, gilt die Sperrzone rund um den Ballhausplatz schon ab 11.30 Uhr. Der Bereich zwischen Heldenplatz und Michaelerplatz darf dann nur noch von befugten Personen – etwa Anrainern oder Gästen des Staatsbesuchs – betreten werden. Nach einem Treffen mit Bundespräsident Alexander van der Bellen und Gesprächen mit Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vizekanzler Strache, geht es für Vladimir Putin zu einer Kranzniederlegung am Schwarzenbergplatz, wo ab 16 Uhr eine großräumige Sperrzone rund um das Denkmal der Roten Armee aufrecht ist.

Verkehrsbehinderung

Bei Putins anschließendem Besuch in der Wirtschaftskammer-Zentrale in der Wiedner Hauptstraße kommen die Sicherheitsleute ohne Sperrzone aus. Die nächste folgt erst ab 17.30 Uhr rund um das Kunsthistorische Museum, wo der russische Präsident an einer Ausstellungseröffnung teilnehmen wird. Die Polizei warnt Autofahrer, dass es im innerstädtischen Bereich ab dem Nachmittag und am Abend zu Behinderungen kommen kann. Der Ring und die Zweierlinie sollten gemieden werden.

Auch Demonstrationen wurden angekündigt. Eine ist pro und eine kontra Putins Staatsbesuch, wobei die Gegner des Präsidenten mit 100 Personen, seinen 15 angemeldeten Fans zahlenmäßig überlegen sind. Sollte einer der Demonstranten – ob aus Protest oder aus Begeisterung – die Sperrzone missachten, muss er mit einer Geldstrafe von 360 Euro oder zwei Wochen Gefängnis rechnen.