© Musiktheater Linz/Robert Josipovic

Chronik Oberösterreich
09/14/2020

Zwei Frauenschicksale als Oper

In „Fidelio/Twice through the Heart“ wird die Musik Beethovens und Turnages als Einheit gezeigt

von Claudia Stelzel-Pröll

Die erste Opernpremiere der Saison am 19. 9. im Linzer Musiktheater ist eine besondere: In „Fidelio/Twice through the Heart“ werden zwei Werke miteinander verknüpft.

Zwei Frauenschicksale, die beide von Macht und Unterdrückung, aber auch von der Kraft der Utopie der Freiheit künden. Beethovens Oper und Mark-Anthony Turnages „Dramatische Szene“ befruchten und hinterfragen einander. Regie führt Intendant Hermann Schneider, am Pult des Bruckner Orchesters steht Chefdirigent Markus Poschner.

Harte Schicksale

Zum Inhalt: Eine Dame verkleidet sich um 1792 im französischen Département Loire als Mann und verdingt sich als Gehilfe in jenem Gefängnis, in dem ihr Mann von den Jakobinern eingekerkert wurde. Das Husarenstück gelingt: Die Frau kann ihren Gatten befreien. Diese historisch dokumentierte Geschichte beeindruckte Ludwig van Beethoven so sehr, dass er sie zum Sujet seiner einzigen Oper erhob.

Zweihundert Jahre danach sitzt eine gewisse Amelia Rossiter in einem englischen Gefängnis. Sie hat ihren Mann erstochen und verliert trotz des harten Gerichtsurteils zunächst kein Wort über die jahrelangen körperlichen und seelischen Misshandlungen durch ihren Ehemann. Beeindruckt von diesem Schicksal verleihen Dichterin Jackie Kay und Komponist Mark-Anthony Turnage in ihrer „Dramatischen Szene“ Amelia Rossiter eine Stimme, die nicht nur Ungerechtigkeit, sondern auch die Abgründe der Liebe offenbart.

www.landestheater-linz.at

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