Chronik | Oberösterreich
16.09.2018

Wie reagiert man auf eine Hundeattacke?

Ein neutrales Auftreten kann die Situation entschärfen.

Wie reagiere ich, wenn mir ein unbekannter Hund gegenüber steht oder auf mich zugelaufen kommt?

„Ganz gleich, welcher Hund auf mich zukommt, ist ein neutrales Verhalten wichtig“, sagt Harald Zehetner vom Rottweilerklub. Man könne versuchen, der Situation auszuweichen, indem man zum Beispiel die Straßenseite wechselt. „Am besten wird sein, wenn man möglichst defensiv gegenüber dem Hund bleibt, ihn nicht extra reizt“, meint Heinrich Dumfart von der Gemeinde Vorderweißenbach. Heide Klopf von der Pressestelle der Landespolizeidirektion OÖ rät, vorsichtig zu sein, fremde Hunde nicht gleich angreifen und streicheln zu wollen, sondern sie vorher beschnuppern zu lassen.

Was kann man gegenüber einem Hund tun, wenn man von ihm angesprungen oder gar gebissen wird?

„Man kann versuchen, mit sicherem Auftreten dem Hund zu sagen, dass er sich zurückziehen soll“, sagt Zehetner. In jedem Fall soll man laut Dumfart den Vorfall melden und eine Anzeige bei der Polizei machen. „Im Falle eines Hundebisses ist es außerdem wichtig, sich in ärztliche Behandlung zu begeben“, sagt Klopf.

Wie soll man gegenüber Hundebesitzern reagieren, wenn man von ihrem Hund angesprungen wird?

„Wenn ich es nicht will, kann ich den Besitzer schon aus der Entfernung in vehementer Art ansprechen“, meint Zehetner. Das funktioniere im Normalfall. Klopf sagt: „Ich appelliere an den Hausverstand. „Natürlich kann man eine Angelegenheit auf zivilrechtlichem Weg verfolgen, wenn zum Beispiel Kleidung durch einen Hund kaputt gegangen ist. Aber ich würde versuchen, das persönlich zu klären.“

Warum springen Hunde Menschen an?

„Das kommt auf den einzelnen Hund an“, meint Zehetner. „Ein Hund mit einem normal starken Nervenkostüm hat Aggression nicht notwendig.“ Die meisten Hunde wollen die Menschen damit begrüßen. Es sei nur ein kleiner Teil, der sich grundsätzlich nicht entsprechend verhält. „Leider sind manche Hunde noch nie auf einem Ausbildungsplatz gewesen.“ Dabei sei der Besuch des Ausbildungsplatzes für alle Hunde und deren Besitzer empfehlenswert. „Es soll ein normales Zusammenleben möglich sein.“ Auch ein Hund solle sich nicht vor dem Menschen fürchten.