Chronik | Oberösterreich
18.03.2018

Wer bezahlt das LASK-Stadion? Was passiert mit der Gugl?

Linz. "In der Causa LASK-Stadion herrscht offensichtlich ein gewaltiger Zug zum Tor. Aber bevor man den weiten Pass spielt, sollte man zuerst den Ball sauber annehmen und sich einen Überblick verschaffen, was sinnvoll und möglich ist. Denn es ist unerlässlich, wesentliche Problemlagen zu beachten und zentrale Fragen zu klären – sei es zum Standort, zur Finanzierung, zur Verkehrsanbindung oder zur Zukunft des Stadions auf der Gugl", kommentieren der Grüne Sportsprecher Severin Mayr und die Linzer Gemeinderätin Rossitza Ekova-Stoyanova die Neubaueuphorie rund um das mögliche neue LASK-Stadion in Pichling. Die Frage der Finanzierung: Wie soll das Stadion finanziert werden? Welchen Teil übernimmt das Land, welche Bedingungen werden daran geknüpft und inwieweit sieht sich die Stadt an ihren eigenen Beschluss gebunden, eine Mitfinanzierung von 10 Millionen Euro zu einem neuen LASK-Stadion zu leisten? Die Frage des Standorts: In Kombination mit der Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist zu klären, ob dieser Standort mit dem angrenzenden Naherholungsgebiet zu vereinbaren ist. Die Frage ist, ob dieser Bau in Bezug auf die Bodenfunktion und diverse Emissionen auch ökologisch vertretbar ist. Die Frage der Verkehrsanbindung: Ist es möglich, den geplanten Standort in ein funktionierendes Verkehrskonzept einzubetten, das eine Erreichbarkeit auch mit Öffis garantiert? Das betrifft nicht nur die Linzer, sondern auch viele Auswärtsfans, die nicht auf die Fahrt mit dem Pkw angewiesen sein sollten. Die nächste Zughaltestelle ist zu Fuß etwa 20 Minuten entfernt – damit etwa gleich weit entfernt von der Bahn wie die Linzer Gugl. Die Frage der Gugl: Was passiert mit dem Linzer Stadion am Froschberg, das vor einigen Jahren um 30 Millionen Euro saniert wurde und seither alle 14 Tage von gut 1000 Blau-Weiß-Fans besucht wird?