Vom Kebabverkäufer zum erfolgreichen Lokalbesitzer

Sichtbar Grieskirchen, Inhaber Suat "Assi" Aslan
Foto: Petschenig/picturenews.at Die Sichtbar, das Stammlokal der vier Ladys, Elfie Hofmann mit Kellnerin Andrea, Christine Hausmair, Silvia Schmidauer, Monika Schieszler (v. li.).

„Assi“ Suat Aslan hat in Grieskirchen eine steile Karriere hingelegt.

Unternehmer Suat Aslan aus Grieskirchen ist mit seinen Ideen immer am Puls der Zeit. „Es ist schon fast so, als wenn wir in Grieskirchen den Trend in Oberösterreich vorgeben", sagt der 46-Jährige. Mit seinem Lokal „Sichtbar" und dem Sommercafé „Campo"  setzt er in der Bezirkshauptstadt neue Maßstäbe. Gerade tüftelt der gebürtige Türke an dem neuen Sommergetränk. „Es wird auf jeden Fall etwas Fruchtiges mit selbst gemachtem Eis", verrät Aslan, der  unter dem Namen „Assi" bekannt ist.

Mechaniker

„Ich bin ein Grieskirchner, seit über 40 Jahren lebe ich hier", erzählt er. Das sei auch Teil seines Erfolges. „Die Leute kennen mich einfach, auch über die Bezirksgrenzen hinaus." Als gelernter Automechaniker war sein Traum immer eine eigene Werkstatt in der Türkei. „Erst durch das Fußballspielen habe ich gewusst, dass ich nicht ewig Mechaniker bleiben will. Ich kam immer mit schmutzigen Fingernägeln ins Training, das wollte ich irgendwann nicht mehr."

Also eröffnete er vor 19 Jahren den zweiten Kebabstand in ganz Oberösterreich. Drei Jahre später kam ein Segafredo Café, 2004  das Sommercafé „Campo" hinzu.  „Es war viel Arbeit, alles parallel zu schmeißen. Irgendwann stellte ich mir dann die Frage nach dem Sinn des Lebens." Wenig später verkaufte er das Segafredo und den Kebabstand und widmete seine freie Zeit seiner Tochter Chiara-Ebru. „Risiko gehört dazu, aber nachdem ich so gut  hier verankert bin, war es nicht allzu groß." 2008 investierte er  und eröffnete zwei Jahre später die „Sichtbar", die einen atemberaubenden Blick über die Dächer Grieskirchens auf die Innenstadt   freigibt.  Innovation und „sehr trendig sein" ist sein Erfolgsrezept.

Zuwanderung

Im Alter von sechs Jahren kam Aslan von der Türkei nach Grieskirchen. „Zu meiner Zeit hat es das Ausländerproblem nicht gegeben", erinnert er sich. „Wir wurden schnell integriert und freundlich aufgenommen." Bis heute habe er nie ein Problem mit seinen türkischen Wurzeln gehabt. 877 Personen aus dem Ausland sind in den vergangenen zehn Jahren in den Bezirk Grieskirchen gezogen. Das verwundert Aslan nicht, denn „als Bezirksstadt gehören wir sicher zu den Top-Städten in Österreich. Es gibt viele Vorzeigebetriebe in der Industrie, die viele Arbeitsplätze bringen. Die Menschen sind freundlich hier, ich und meine Familie fühlen uns sehr wohl." Die Türkei sei zwar seine Heimat, aber Grieskirchen sein Zuhause.

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(kurier) Erstellt am
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