Mit Lasernavigation manövriert sich der Roboter durch den Raum.

© Harald Dostal

Chronik Oberösterreich
10/28/2020

Vision bei Linzer Unternehmen: Elektronischer Butler für daheim

Staubsaugen und wischen: Firma Robart erhielt 9 Mio. Euro EU-Förderung. Geräte sollen erschwinglicher werden.

von Petra Stacher

Staubsaugen und Boden wischen – Arbeiten die zwar undankbar aber doch notwendig sind. Seit geraumer Zeit kann man sich diese Mühe aber auch ersparen und sich einen kleinen Helfer in den Haushalt holen: den Haushaltsroboter. Mehrere davon stehen im Firmensitz der Firma Robart in Linz. Diese erhielt kürzlich ein Darlehen über neun Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Strategische Investitionen (EFSI). Damit soll der Heimroboter der Zukunft entwickelt werden.

2009 gründete Harold Artés das Unternehmen. 60 Mitarbeiter zählt er mittlerweile zu seinem Unternehmen. „Wir Menschen arbeiten hart, haben aber auch viel Freizeit. Diese verdanken wir vielfach der Automatisierung und Maschinen. Wo diese noch nicht Einzug gehalten haben, ist unser zu Hause“, sagt Geschäftsführer Artés bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. „Es ist ein Zusammenwirken von künstlicher Intelligenz und Mensch. Die Firma arbeitet am Traum vieler: Den elektronischen Butler für zu Hause“, ist Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) überzeugt.

Sicherheitsfunktion

Mittlerweile kann dieser „Traum“ mithilfe von Lasernavigation bereits selbstständig Karten von der jeweiligen Wohnung anfertigen. Soll ein Bereich ungereinigt bleiben, legt man mittels App eine Sperrzone fest. Steht ein Hindernis – etwa eine Tasche – im Weg, merkt sich der Roboter die Stelle und saugt oder wischt später nach. Gesteuert wird das Gerät per Sprache.

Doch die Vision des Unternehmens ist größer: „Wir wollen das sich die Geräte dem Nutzer noch besser anpassen und erschwinglicher werden“, sagt Artés. So solle das Gerät in Zukunft Überwachungsfunktionen übernehmen, älteren Menschen behilflich sein oder Sachen transportieren können.

Ein neuer Prototyp wird in Kürze in den USA auf den Markt kommen. Mit dem Investment von neun Millionen Euro können vor allem die Entwicklungsschritte beschleunigt werden. Schnelligkeit sei in der Branche alles.

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