Immer wieder kommt auf auf dieser Kreuzung in Linz zu brenzligen Situationen

© Petschenig/Picturenews.at

Linz
03/28/2014

Viele Hürden für Radfahrer

Nibelungenbrücke ist neuralgischer Punkt – 52-Jährige lebensgefährlich verletzt.

von Christoph Weiermair

Von einem rechts abbiegenden Lkw niedergestoßen und überrollt wurde am Mittwochnachmittag eine 52-jährige Linzerin. Die Radfahrerin kam von der Nibelungenbrücke und wollte die Obere Donaulände Richtung Hauptplatz überqueren. Der Lkw-Lenker dürfte die Frau übersehen haben und erfasste sie mit dem rechten Vorderrad, worauf die 52-Jährige stürzte und unter das Fahrzeug geriet. Sie musste mit schweren Bein- und Beckenverletzungen ins UKH Linz gebracht werden. "Die Patientin ist außer Lebensgefahr, aber noch nicht ansprechbar", berichtet Oberarzt Meinrad Reischl

Wer an dem Unfall Schuld trägt, ist noch nicht geklärt. Zeugen berichten, dass zum Unfallzeitpunkt beide Verkehrsteilnehmer Grün hatten. Wie gefährlich das sein kann, zeigte ein Lokalaugenschein am Donnerstag. Autolenker sehen die schnell herankommenden Radfahrer oft zu spät oder achten nicht auf die Zusatzampel mit dem gelben Warnlicht. Radfahrer wiederum queren die Kreuzung vielfach bei Rot oder kommen gleich von der Hauptplatzseite und fahren damit gegen die Richtung des Radfahrstreifens.

Gesamtkonzept

"Unfälle sind sehr bedauerlich, bei menschlichem Versagen können wir allerdings nichts machen. Auch die Ampeln werden sich nur schwer anders regeln lassen", sagt die Linzer Verkehrsstadträtin Karin Hörzing (SPÖ). Verbesserungen für Radfahrer im Bereich der Nibelungenbrücke seien angedacht, "aber nur im Rahmen eines Gesamtkonzepts" mit dem Radweg nach Wilhering. Über die Finanzierung habe man sich mit dem Land geeinigt, allein die Radfahrstreifen zu verbreitern bringe allerdings wenig.

Die Radlobby freilich drängt auf eine rasche Lösung "Die Nibelungenbrücke ist ein neuralgischer Punkt für Radfahrer", sagt Vorsitzender Mirko Javurek. Die Radfahrstreifen seien zu schmal, der Abstand zum motorisierten Verkehr zu gering. Auch das abrupte Ende des Radfahrstreifens beim AEC, wo sich die Pedalritter in den Fließverkehr einordnen müssen, stelle eine erhebliche Gefahr dar. Javurek erinnert daran, dass der Radverkehr in Linz im vergangenen Jahrzehnt um 42 Prozent zugenommen habe. Laut Verkehrserhebung werden mittlerweile fast acht Prozent der Wege in Linz mit dem Fahrrad zurückgelegt. "Die Rad-Infrastruktur kommt mit dieser Entwicklung nicht mit", mein Javurek.

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