Chronik | Oberösterreich
28.11.2017

Verkehrsunfall im Mühlviertel ließ Autoschieber-Bande auffliegen

Nachdem es sie mit einem gestohlenem Wagen überschlagen hatte wurden zwei Litauer festgenommen, nach einem dritten wird noch gefahndet.

Ein scheinbar gewöhnlicher Verkehrsunfall hat am Dienstag im Mühlviertel eine litauische Autoschieberbande auffliegen lassen, die bei einem Grazer Händler fünf Pkw im Gesamtwert von über einer halben Mio. Euro gestohlen hat. Drei Wagen wurden sichergestellt, zwei der Lenker festgenommen, nach einem dritten wurde gefahndet. Von zwei Fahrzeugen samt Fahrern fehlte vorerst jede Spur.

Kurz nach 6.00 Uhr hatte sich in der Ortschaft Vierzehn bei Rainbach (Bezirk Freistadt) ein Fahrzeug überschlagen. Als die Polizei den Unfall aufnehmen wollte, war der Lenker verschwunden und hatte den hochpreisigen BMW zurückgelassen. Wenig später fanden die Polizisten zwei weitere verwaiste Nobelkarossen. Es stellte sich heraus, dass alle drei Fahrzeuge - sowie zwei weitere - bei einem Grazer Autohändler gestohlen worden waren. Nach dem Unfall des einen Lenkers waren die beiden anderen offenbar nervös geworden und hatten sich ebenfalls zu Fuß aus dem Staub gemacht.

Driter Fahrer zu Fuß geflüchtet

Eine Großfahndung wurde eingeleitet, bei der auch Hubschrauber und Suchhunde zum Einsatz kamen. Das Zusammenspiel zwischen lokalen Polizeieinheiten und Bereitschaftseinheiten habe perfekt funktioniert, lobte Polizeisprecher David Furtner, denn rasch klickten für zwei der flüchtigen Lenker die Handschellen. Der dritte Fahrer war zu Mittag noch flüchtig. Er dürfte zu Fuß unterwegs sein.

Die Ermittlungen werden vom Landeskriminalamt geführt. Die Einvernahmen der Festgenommenen seien noch im Laufen, so Furtner zu Mittag. Von ihnen wisse man vorerst nur, dass sie Litauer sind. Zur Identität des dritten - flüchtigen - Mannes war noch nichts bekannt. Was mit den beiden anderen gestohlenen Autos passiert ist - etwa ob sie bereits ins Ausland verschoben wurden -, war ebenso noch unklar.