Lkw, Gmunden, Unfall, abgestürzt

© Polizei

Oberösterreich
07/09/2013

Straße gab nach: Lkw stürzte in Gmunden ab

Lenker überlebt schwer verletzt. Bergung als Herausforderung für Einsatzkräfte.

Spektakulärer Lkw-Unfall in Gmunden am Traunsee (OÖ): Ein 47-jähriger Kraftfahrer war Donnerstagmittag im Traunsteingebiet Richtung Karbach unterwegs, als in einer Straßenverengung plötzlich der steinige und felsige Untergrund am linken Fahrbandrand nachgab. Der unbeladene Lkw stürzte daraufhin rund zehn bis 15 Meter in den Karbach hinunter und kam auf der Fahrerseite zu liegen. Der Aufprall war so schwer, dass die Frontscheibe des Transporters herausgeschleudert wurde.

Der schwer verletzte Kraftfahrer schrie im Führerhaus verzweifelt um Hilfe. Zufällig fuhr ein 27-jähriger Kraftfahrer aus Gmunden vorbei, der den abgestürzten Lkw bemerkte. Wegen des unwegsamen Geländes war ein Abstieg aber nicht möglich. Nach einigen Rufen kam der Verunglückte vor das Fahrzeug und hielt sich daran fest.

Lenker kletterte Abhang hinauf

Weil er im weitläufigen Forststraßennetz keinen Handyempfang hatte, musste der 27-Jährige jedoch bis zur nächsten Anhöhe fahren, um Hilfe zu holen. Als er wieder zur Unfallstelle zurückkam, befand sich der Verletzte aber nicht mehr dort. Ein Vorarbeiter der Bundesforste, der ebenfalls zur Unglücksstelle geeilt war, fand den Kraftfahrer etwa 100 Meter oberhalb der Unfallstelle. Er war offenbar unter Schock den Abhang hinaufgeklettert

Die Bergung des Mannes gestaltete sich äußerst schwierig. Die Einsatzkräfte der Bergrettung Gmunden stiegen zunächst zum Verletzten auf, führten eine Erstversorgung durch und hievten ihn dann mittels Gebirgstrage und dem Rettungssystem „Dyneema Seil“ zum Bachbett hinab. In der Zwischenzeit wurde durch einen Bagger eine Rampe zum Lkw gegraben. Der schwer Verletzte konnte über diese Rampe aus der Schlucht gerettet und zum Rettungsfahrzeug getragen werden. Nach der Erstversorgung wurde er mit schweren Verletzungen in das LKH Gmunden eingeliefert.

Die Feuerwehr Gmunden hatte in der Zwischenzeit vorsorglich eine mobile Öl-Sperre im Karbach errichtet. Auch ein Einsatzboot wurde angefordert, weil das Öl aus dem Transporter in den ca. zwei Kilometer gelegenen Traunsee zu fließen drohte. Der Lkw konnte schließlich aber durch einen Raupenbagger aufgerichtet und ohne Austritt einer Flüssigkeit aus der Schlucht gezogen werden.

Im Einsatz befanden sich 12 Bergretter der BRD Gmunden, ein Alpinpolizist der AEG Gmunden und 22 Mann der Freiwilligen Feuerwehr Gmunden.

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