Stadt-SPÖ will HOSI Mietrückstände erlassen

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Foto: Stadt Linz Das HOSI-Zentrum wurde 2009 eröffnet, jetzt steht es leer.

Die Linzer SPÖ will der Homosexuellen-Initiative unter die Arme greifen. Kritik gibt es von ÖVP und FPÖ.

Für Kritik bei ÖVP und FPÖ sorgt das Vorhaben der SPÖ in Linz, der in der finanziellen Bredouille steckenden Homosexuellen-Initiative HOSI unter die Arme zu greifen. Bei der nächsten Sitzung des Finanzausschusses sollen der Organisation an die 140.000 Euro Mietrückstände erlassen werden. Die HOSI musste – wie berichtet – wegen der klammen Kassen ihr  Vereinsquartier in der Fabrikstraße Ende des Jahres räumen. „In den vergangenen vier Jahren sind mehr als 400.000 Euro an zusätzlichen Förderungen an die HOSI geflossen. Daher muss  einmal Schluss mit den Zuwendungen sein“, sagt VP-Sprecher Harald Gruber.

Auch FP-Gemeinderat Markus Hein zeigt sich über den Plan empört: „Es darf nicht sein, dass auf der einen Seite eine Prüfung der HOSI beschlossen wird, die die Ursachen für das finanzielle Scheitern ans Licht bringen soll. Auf der anderen Seite wird bereits versucht, die Schulden erneut zu übernehmen.“ Es gebe auch noch einen anderen Weg, nämlich die Insolvenz.

HOSI-Sprecher Gernot Wartner macht vor allem die hohen Mietvorschreibungen und zu wenig Subventionen für die Misere der Organisation verantwortlich. „Wir hatten Ende des Jahres rund 200.000 Euro Außenstände, da wären die 140.000 Euro ein großer Brocken, den wir loswerden könnten.“

(KURIER) Erstellt am
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