Chronik | Oberösterreich
17.01.2013

Sonnenstrom boomt: So viele Anlage wie noch nie errichtet

Umweltlandesrat Rudi Anschober will bis 2020 den Fotovoltaik-Anteil bei der Stromproduktion auf bis zu zehn Prozent erhöhen.

Sonnenstrom boomt in Oberösterreich. 2012 wurden 4141 Fotovoltaik-Kraftwerke in Betrieb genommen – ein absoluter Rekordwert.

Die Zahl der neu errichteten Anlagen hat sich damit im Vergleich zu 2011 verdoppelt. Aktuell sind Fotovoltaik-Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 70 Megawatt in Betrieb. Sie erzeugen jährlich rund 70 Millionen Kilowattstunden Strom. Das entspricht dem Jahresverbrauch von 23.000 Haushalten und 0,5 Prozent des Gesamtverbrauchs in Oberösterreich.

„Bis 2020 will ich einen Fotovoltaik-Anteil von bis zu zehn Prozent haben“, nennt Landesrat Rudi Anschober von den Grünen sein Ziel. Zur Rekordbilanz 2012 habe auch die Aktion „Fotovoltaik macht Schule“ wesentlich beigetragen. „286 Schulen haben sich bisher angemeldet, 106 davon haben ihre Sonnenstromanlage bereits in Betrieb genommen“, sagt Anschober stolz.

Speicherkraftwerke

Da es nicht ständig Wind und Sonne gebe, werde der Bau von Pumpspeicherkraftwerken vorangetrieben. Vier sind in Planung. Für den Standort Molln erwartet Anschober den Baubeginn noch heuer. Dazu sollen Jochenstein (an der Grenze zu Bayern), Pfenningberg und Ebensee kommen.

Der grüne Landesrat betont auch, dass in Sachen Sonnenstrom die schlechten Fördergesetze des Bundes nach wie vor für viele Leute ein Hemmschuh seien. Schwächen sehe Anschober noch bei der Windenergie. „Wir müssen uns verstärkt dieses Themas annehmen."