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Selbst die SV Ried setzt auf Afrika

Die SV Ried hat den 20-jährigen malischen Mittelstürmer Pape Sissoko verpflichtet. „Pape ist ein Bulldozer, mit 1,87 Metern bringt er eine enorme physische Präsenz mit“, begründet Ried-Geschäftsführer Wolfgang Fiala das Engagement.
Ein lächelnder Mann mit grauem, gewelltem Haar und Anzug mit Krawatte.

Die enorme Athletik afrikanischer Fußballer ist auch bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA aufgefallen. 

Ihre körperliche Stärke und das Können der zehn teilnehmenden Teams hat fast alle überrascht. Da sahen die Europäer teilweise alt aus. Afrika sorgte für das positive Momentum der WM. Die Erweiterung von 32 auf 48 Turniermannschaften war positiv, die afrikanischen Länder haben ihre Chance genützt. Wobei man zur richtigen Einschätzung ergänzen muss, dass viele afrikanische Fußballer bereits als Profis bei renommierten europäischen Klubs tätig sind.

Dennoch war der Auftritt symbolträchtig. Afrika präsentierte sich als jung und dynamisch, Europa als etabliert.

Gehört die Zukunft Afrika?

Afrika verfügt über zwei wesentliche Aspekte, bei denen Europa nachhinkt: Rohstoffe und junge Menschen. Afrikas Bevölkerung wächst schneller als jede andere Weltregion und umfasst derzeit rund 1,58 Milliarden Menschen. Sie wird sich bis 2050 auf 2,5 Milliarden und 2100 auf vier Milliarden erhöhen. Die Bevölkerung in Europa wird bis 2050 stagnieren und gleichzeitig drastisch altern. Bis 2050 werden rund 30 Prozent der Europäer 65 Jahre oder älter sein.

Europa wäre beraten, auf die immer stärker werdende Dynamik Afrikas zu setzen. Es gibt dort zum Beispiel viele gut ausgebildete Menschen, die auf ihre Chancen warten. Wir sollten sie ihnen geben. Die Diözese hat das bereits erkannt und setzt auf afrikanische Priester in den Pfarren.

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