Chronik | Oberösterreich
21.04.2012

Reichel plant „Abspeckkur“

Der LASK-Klubchef will die Mannschaft verjüngen und teure Stars wie Aigner abgeben. Grund sind wirtschaftliche Probleme.

Tabellenführer St. Andrä rutschte mit 0:2 bei Blau-Weiß Linz aus, Austria Lustenau musste sich der Vienna 1:3 geschlagen geben. Auch Altach blieb in dieser Runde punktelos, weil sich der LASK  gegen die Vorarlberger auswärts mit 1:0 durchsetzte. Kann die Elf von Coach Walter Schachner doch noch   einmal in den Titelkampf eingreifen? „Nein", lautet  die Antwort des LASK-Trainers. Dafür hätten die Schwarz-Weißen vorher schon zu viele Punkte hergeschenkt. Auch für Klubchef Peter-Michael Reichel ist der Zug Richtung Aufstieg längst abgefahren. „Ich rechne mir nichts mehr aus", so der  Präsident.  Für Schachner sei nun vorrangig, dass die Mannschaft  bis zum Schluss Moral zeige und bis zum Umfallen kämpfe. „So wie in Altach", sagt der Coach, der gerne in Linz bleiben würde. Es fehle nur mehr das Ja von Reichel. In zwei Wochen soll eine Entscheidung fallen.  Hinter den Kulissen wird eifrig an der Mannschaft für die kommende Saison gebastelt. Gut möglich, dass   teure  Spieler wie Aigner   und Aufhauser abgegeben werden.  „Ich kann mir eine abgespeckte Variante gut vorstellen", so der LASK-Boss.

Reichels Plan: Einer stark verjüngten Truppe soll zwei Jahre Zeit gegeben werden, um sich zu konsolidieren. Erst danach wird der Aufstieg wieder in Angriff genommen. Schachner kann auch dieser Variante etwas abgewinnen. „Es ist immer reizvoll, mit jungen Spielern zu arbeiten."

Blau-weißer Jubel

Stadtrivale Blau-Weiß schwebt nach dem 2:0 gegen St. Andrä im siebenten Himmel. „Wir liegen weit über unseren Erwartungen", strahlt Präsident Hermann Schellmann. Ziel sei, den fünften Tabellenplatz bis zum Ende der Meisterschaft nicht mehr herzugeben. Ganz wichtig sei das nächste Match bei St. Pölten. „Wenn wir dort gewinnen, schaut es  gut aus", so Trainer Thomas Weissenböck.  Noch nicht sicher ist, ob Blau-Weiß Ende Mai die Option auf Stürmer Aridane Tenesor zieht, der das erste Tor gegen St. Andrä machte.  Schellmann: „Er muss sich weiter  anstrengen." Fix: Kapitän Tino Wawra wird auch  in St. Pölten verletzungsbedingt fehlen.