Sport, Willi Prechtl OOEFV Praesident, 05.11.2009, Im Bild: Willi Prechtl OOEFV Foto: Foto Lui

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Fußball

Prechtl-Nachfolge: Grad ein heißes Thema, Starhemberg gilt als Geheimfavorit

Transport-Multi als Verbandspräsident im Gespräch. Auch Starhemberg hat viele Befürworter.

von Michael Petermair

04/13/2013, 05:14 PM

Nach dem überraschenden Rücktritt von Willi Prechtl als Präsident des oberösterreichischen Fußballverbandes (OÖFV) wegen Burn-outs (der KURIER berichtete) sind heiße Diskussionen entbrannt, wer den 58-Jährigen in diesem ehrenamtlichen Job beerben soll.

OÖFV-Vize Gerhard Götschhofer, ein in der Öffentlichkeit unbekannter Rechtsanwalt aus Vorchdorf, leitet momentan interimistisch die Geschäfte – bis in einer außerordentlichen Generalversammlung ein Prechtl-Nachfolger gewählt wird. Das Anforderungsprofil für den Neuen: Er sollte beste Verbindungen zu Politik und Wirtschaft haben, durchschlagskräftig sowie finanziell unabhängig sein.

Zwei Geschäftsführer

Das trifft vor allem auf einen Mann zu: Franz Grad, den ehemaligen Klubchef des SV Pasching. „Ich, der Alte, würde mir das schon zutrauen“, sagt Grad zum KURIER. Der Speditions-Multi kann sich vorstellen, zwei hauptberufliche Geschäftsführer mit ins Boot holen, die er aus der eigenen Tasche zahlen würde. „Einen für den sportlichen Bereich, einen für den wirtschaftlichen“, betont Grad, der auch die Linzer Nachwuchs-Akademie auf völlig neue Beine stellen würde. „Da gehören völlig andere Strukturen her.“
Grad war schon einmal als OÖFV-Boss im Gespräch, als Leo Windtner 2009 zum ÖFB-Präsidenten gekürt wurde. Die Frage ist, ob der „unbequeme“ Grad, der die Dinge stets beim Namen nennt und Mittelmaß hasst, eine Mehrheit finden würde. Als Geheimfavorit für den Posten des Verbandschefs gilt Georg Starhemberg.

Der Name des Eferdingers fiel nach Prechtls Rücktritt OÖFV-intern auffallend oft. „Er ist jemand, der mit fast allen gut kann, der immer einen gemeinsamen Weg sucht und viel Ahnung vom Fußball hat“, verrät ein OÖFV-Insider dem KURIER. Starhemberg selbst hat sich mit dem Gedanken noch nicht beschäftigt. „Wichtig ist, dass Willi Prechtl wieder zu Kräften kommt. Alles Weitere wird sich fügen“, sagt Starhemberg.

Keine Ratschläge

Stefan Reiter, Manager von SV Josko Ried, hat überhaupt nicht damit gerechnet, dass Prechtl diesen Schritt setzt. „Ich habe ihn vor Kurzem getroffen, da wirkte er sehr motiviert.“ Wer für ihn als Nachfolger infrage komme? „Ich erteile niemandem Ratschläge. Wir sind mit Ried ein Mitglied der Bundesliga und mischen uns da nicht ein.“

Innerhalb der nächsten zehn Tage soll nun eine Vorstandssitzung einberufen werden. „Da müssen wir auf die Situation reagieren“, sagt OÖFV-Sprecher Raphael Oberndorfinger. Es könne durchaus sein, dass auch ein interner Kandidat auftauche.

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