Chronik | Oberösterreich
05.05.2017

Polizeiausbildner schoss irrtümlich Kollegen an

Kriminalbeamte des Linzer Stadtpolizeikommandos, die dienstlich mit dem Schützen nicht verbunden sind, ermitteln nun und werden der Staatsanwaltschaft berichten.

Unfall.Es dürfte ein verhängnisvoller Irrtum gewesen sein, der Freitagfrüh in der Polizeischule in Linz zu einem Schussunfall geführt hat. Während einer Besprechung unter sechs Ausbildnern löste sich aus der Pistole eines 59-jährigen Polizisten ein Schuss. Ein 46-jähriger Kollege wurde am Handrücken verletzt, teilte die Landespolizeidirektion OÖ mit.

Der Schütze gab an, dass er dachte, er haben eine sogenannte Rotwaffe für Übungszwecke im Holster. Tatsächlich hat es sich aber um seine Dienstwaffe, nämlich eine Glock 17, gehandelt, berichtete Polizeisprecher David Furtner. Der Verletzte wurde nach der Erstversorgung durch einen Notarzt ins Krankenhaus gebracht.

Während der Übungsbesprechung gegen 8.15 Uhr Früh habe der Schütze die Waffe zum Einüben aus dem Holster gezogen, dabei löste sich der Schuss, fasste Furtner die Angaben des Schützen nach dessen erster Einvernahme zusammen. Sowohl der Verletzte, als auch die anderen Anwesenden bestätigten die Angaben.

Kriminalbeamte des Linzer Stadtpolizeikommandos, die dienstlich mit dem Schützen nicht verbunden sind, ermitteln nun und werden der Staatsanwaltschaft berichten. Der Schütze hat psychologische Unterstützung angenommen. Ihm droht eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung.