Auch bei Kleinkindern gibt es einen Zusammenhang zwischen Schlaf und Gewicht. Schlummern Zweijährige bis zu ihrem siebenten Lebensjahr konstant kurz, haben diese eine höhere Körperfettmasse. Dafür sind appetitanregende Hormone verantwortlich. Allgemein schlafen die Menschen schlechter, je später sie essen und je kürzer die Zeitspanne bis zum Schlafengehen ist.

© dapd

Chronik Oberösterreich
10/03/2012

OÖ: Säugling vor Arztpraxis abgelegt

Paketzusteller fand Neugeborenes vor einer Ordination in Leonding. Das Baby ist gesund, von der Mutter fehlt jede Spur.

von Jürgen Pachner

Es war ein Paketzusteller, der Dienstagfrüh gegen 8.20 Uhr in der Ordination des Leondinger Allgemeinmediziners Dietmar Kabelka Alarm schlug. "Vor eurem Eingang liegt ein Baby", erklärte der Bote der Sprechstundenhilfe Sieglinde Hary. Die 57-Jährige vermutete zunächst, dass eine Patientin dort nur ihren Kinderwagen abgestellt habe und ging ohne allzu große Hast nachschauen. "Hätte ich geahnt, was los ist, wäre ich natürlich hinausgesprintet", betont die Angestellte im KURIER-Gespräch.

Die Überraschung war daher umso größer, als sie auf dem Boden neben der Eingangstür einen in eine Jacke und ein Halstuch gewickelten unbekleideten Säugling liegen sah: "Da lag ein neugeborenes Mädchen, das selig geschlummert hat."

Gepflegt

Hary brachte den Findling sofort zu ihrem Chef, der die Kleine auf ihren Gesundheitszustand untersuchte. "Das Kind war leicht unterkühlt, sonst aber in gutem Zustand", erklärt Kabelka. Das kleine Mädchen hat dunkle Haare, ist 49 Zentimeter groß und wiegt 2370 Gramm. "Es ist mit einer Wäscheklammer auch ordnungsgemäß abgenabelt worden und hat auf mich einen gepflegten Eindruck gemacht." Von der Kindsmutter fehlte am Dienstag noch jede Spur. Kabelkas Ehefrau hatte gegen 8.10 Uhr die Ordination verlassen, zu dem Zeitpunkt lag der Säugling nicht vor der Tür. In den darauf folgenden Minuten dürfte das Mädchen dann heimlich dort abgelegt worden sein. Die Polizei ermittelt.

Das Baby wurde vom Linzer Kinderarzt Martin Weissensteiner abgeholt und mit der Rettung in die Landesfrauen- und Kinderklinik gebracht. "Die Kleine wird noch einige Tage bei uns auf der Intensivstation bleiben, bis sie ganz stabil ist", erklärt Oberarzt Weissensteiner.

Ihre Obsorge hat vorerst die Jugendwohlfahrt des Bezirks Linz-Land übernommen. Nach dem Spitalsaufenthalt könnte das Kind einen Krisenpflegeplatz erhalten. Mit einer Adoption soll vorerst aber noch zugewartet werden. Meldet sich die Mutter binnen der nächsten 14 Tage, kann ihr das Mädchen relativ unbürokratisch zurückgegeben werden.

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