Landesgericht Linz.

© APA/HELMUT FOHRINGER

Chronik Oberösterreich
10/08/2020

Mit Windeln Kanal verstopft: Prozess in Linz eingestellt

Angeklagter und Gemeinde einigten sich. 53-Jähriger muss Schaden in Raten abzahlen.

Ein Gerichtsverfahren gegen einen 53-Jährigen, der aus Ärger über seine Gemeinde im Bezirk Rohrbach deren Kanalsystem lahmgelegt hatte, ist am Donnerstag im Landesgericht Linz mit einer Diversion vorläufig eingestellt worden. Die Anklage hatte auf schwere Sachbeschädigung gelautet.

Der 53-Jährige hatte sich darüber geärgert, dass die Straßenarbeiter im Winter Schnee auf sein Grundstück geschoben hatten. Auch die Kanalräumung war nicht zu seiner Zufriedenheit. Beschwerden darüber hätten aber bei der Gemeinde kein Gehör gefunden. Ab Februar bis Anfang Juni warf er deshalb Müll – vor allem Einwegwindeln – in fünf Einlaufschächte im Umkreis seines Hauses. Die Folge: Bei Regenfällen gingen die Schächte über.

Vor Gericht war der bisher Unbescholtene geständig. Die Gemeinde präsentierte ihm aber die Rechnung: 2.319,70 Euro für die Reinigungsarbeiten. Der Angeklagte versprach die Gutmachung des Schadens per Ratenzahlung. Daraufhin konnte die Richterin dem Angeklagten eine Diversion mit einer vorläufigen Einstellung anbieten.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.