Ursula Asamer ist Kräuterpädagogin und Natur- und Landschaftspflegerin

© Mara Pilz

Kolumne
07/14/2021

Liebespflanzen für Sommernächte

Hafer, Lavendel, Rosen bringen in Stimmung. Von Ursula Asamer.

Mit den heimischen Liebes- und Lustpflanzen wird der Sommer richtig heiß. Die aphrodisierende Liebeskräuterwelt schenkt uns den einen oder anderen Scharfmacher. Grüner Hafer, Avena Sativa, stand schon früh und steht auch heute für Zeugungskraft. Es wird ihm nachgesagt, dass er auf den männlichen Testosteronhaushalt Einfluss hat, indem er in den Körperdepots gebundenes Testosteron freisetzt und somit bereit macht für die Liebe.

Zinkverlust

Zur Abkühlung ist eisgekühlter Grüner Hafertee der ideale Energiebringer. Grüner Hafer enthält auch das Spurenelement Zink. Es gibt Erkenntnisse, dass ein Mann pro Ejakulation vermehrt Zink verliert. Dieser Verlust muss so schnell wie möglich wieder aufgefüllt werden. Das Teekraut ist in Apotheken erhältlich.

Lavendel

Ein entspannendes Bad mit Lavendel vor dem Liebesspiel bringt in sinnliche Stimmung. Lavendel wurde früher als Duft der Prostituierten bezeichnet, aber auch vor der Hochzeitsnacht von Eheleuten zusammen genossen. Für das duftende Liebesbad Lavendeltee zubereiten und dem Badewasser zugeben. Zusätzlich können Stoffsäckchen mit Natursalz und Lavendelblüten befüllt unter den Wasserhahn gehängt werden.

Rosenblüten

Frische oder getrocknete Rosenblüten im Badewasser wirken aphrodisierend. Im Mittelalter mangelte es an eigenen Badestuben in den Wohnungen und Häusern, daher standen den Freiern in Bordellen Rosenblütenbäder zur Verfügung, um die Herrschaften für die Damen annehmbarer zu machen. Freier wurden damals als Rosenbader bezeichnet. In den Badezubern der öffentlichen Badehäuser verwendete man anregende Kräuter. Was sich mit den Zaubermischungen unter Wasser abspielte, war damals dasselbe wie heute, waren spezielle Badehäuser doch die Vorgänger der heutigen Swingerclubs.

Feiner Puder

Nach dem Baden pudern: 3 Handvoll getrocknete Rosenblütenblätter (in der Apotheke erhältlich), 50 g sehr feine Heilerde, 1 TL feines Speisenatron: Rosenblütenblätter in einer Kaffee- oder Gewürzmühle feinst vermahlen, grobe Teile aussortieren, mit der Heilerde und dem Speisesoda nochmals sehr fein mahlen. In ein ansprechendes Behältnis füllen und mit einer Puderquaste auf dem Nachtkästchen deponieren. Puder auf die abgetrocknete Haut aufbringen, er entfaltet einen verführerischen Duft, zaubert samtweiche Sommerhaut und rosigen Teint.

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