Legionellen-Ausbruch in Linz: Bereits 14 Fälle registriert
Seit dem 20. Juli sind im Großraum Linz vermehrt Legionelleninfektionen aufgetreten. Von den bisher 20 gemeldeten Erkrankungsfällen in Oberösterreich entfallen 15 auf den Großraum der Landeshauptstadt, teilte die Gesundheitsabteilung des Landes am Dienstag mit. Zwei Patientinnen bzw. Patienten werden derzeit auf der Intensivstation des Kepler Universitätsklinikums behandelt. Ob die Erkrankungen auf eine gemeinsame Infektionsquelle zurückzuführen sind, ist noch unklar.
Das Kepler Universitätsklinikum bestätigte sechs diagnostizierte Legionellenfälle. Zwei davon verlaufen schwer. Weitere Angaben zum Gesundheitszustand der Betroffenen machte das Klinikum nicht.
Suche nach Infektionsquelle läuft
Die Gesundheitsbehörde des Magistrats Linz arbeitet nach eigenen Angaben mit Hochdruck an der Aufklärung der gehäuft aufgetretenen Fälle. Unterstützung erhält sie dabei von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). Derzeit werden mögliche Zusammenhänge zwischen den Erkrankungen untersucht und verschiedene potenzielle Infektionsquellen überprüft.
Bereits entnommene Proben werden analysiert, darunter auch Wasserproben aus Kühltürmen. Als mögliche Quellen kommen unter anderem Klimaanlagen, Luftbefeuchter, Whirlpools, Wasserfontänen oder Duschen infrage.
Legionellen können schwere Erkrankungen auslösen
Legionellen sind Bakterien, die sich vor allem in warmem Wasser vermehren. Gelangen belastete Wassertröpfchen oder Aerosole in die Atemwege, können sie die sogenannte Legionärskrankheit auslösen – eine schwere Form der Lungenentzündung, die im schlimmsten Fall tödlich verlaufen kann.
Daneben gibt es mit dem Pontiac-Fieber auch eine mildere Erkrankungsform ohne Lungenentzündung. Diese klingt in der Regel innerhalb von zwei bis fünf Tagen von selbst ab. Ein erhöhtes Risiko für eine schwere Erkrankung haben vor allem Menschen mit geschwächtem Immunsystem, chronischen Lungenerkrankungen sowie Raucherinnen und Raucher.
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