Bürgermeisterin Rettenegger besuchte Franz D. am Montag im Spital.

© KURIER/Jack Haijes

Oberösterreich
02/03/2015

Nach Kampf mit Dogge im Spital

56-Jähriger wurde bei Spaziergang in Molln von Hunden attackiert und schwer verletzt.

von Jürgen Pachner

"Ich bin weder auf den Hund böse noch auf die Frau, die mit ihm unterwegs war. Ich bin nur heilfroh, dass ich den dicken Anorak, einen Pullover und ein Hemd angehabt hab’. Auf die Weise hat er mir die Unterarmknochen nicht durchbeißen können", sagt Hundebissopfer Franz D. am Montag im KURIER-Gespräch.

Nach der Attacke einer Spanischen Dogge liegt der 56 -Jährige schwer verletzt im Landeskrankenhaus Kirchdorf. Er ist am Sonntag mit dem Hubschrauber ins Spital transportiert und notoperiert worden. "Zwei Wochen werde ich noch bleiben müssen – vorausgesetzt, es kommt nicht noch eine Infektion dazu", sagt er.

Der 56-Jährige war Sonntagnachmittag in Molln (OÖ) mit seiner Chihuahua-Hündin Ricki, die er auf dem linken Arm trug, spazieren. Auf dem Heimweg von seinem Fischteich begegnete er einer 48-Jährigen, die einen Pitbull-Terrier und die Spanische Dogge an der Leine führte. Beide Hunde bellten sofort aggressiv und zogen heftig an der Leine. Die Frau verlor das Gleichgewicht und rutschte auf der schneeglatten Straße aus. Die Dogge und der Pitbull stürzten sich auf D. und die Hündin. Der 56-Jährige trug in der rechten Hand ein Sackerl mit Fischen, die linke benützte er zur Abwehr. "Ich bin dann ausgerutscht und hab am Boden liegend mit der Dogge gerungen", erzählt D. Während diese sich in seinen Arm verbiss, schnappte der Pitbull nach Ricki und verletzte sie lebensgefährlich. "Zum Glück hat die Dogge nicht nach meinem Hals gebissen, sonst wäre es vorbei gewesen."

D. riss sich los und schleppte sich stark blutend nach Hause. "Ich hab’ ihn schreien gehört, die Rettung alarmiert und ihm geholfen – er ist dann kollabiert", sagt Bruder Georg. Der fordert, dass beide Hunde der Frau und ihrer Tochter , der sie offiziell gehören, abgenommen werden. "Die müssen weg." Laut Bürgermeisterin Renate Rettenegger gab es mit der Dogge bereits im November einen gefährlichen Vorfall. "Im Haus der Hundehalterin ist ein anderer Hund totgebissen und eine Frau verletzt worden." Sie will sich nun massiv für die Abnahme und ein Halteverbot einsetzen.

Bereits im Jänner 2013 sei der Frau ein Hund abgenommen und ein Halteverbot verhängt worden sein. Rettenegger: "Das wollen wir auch bei ihrer Tochter."

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