Mitterlehner und Lang bewahrten die 27-Jährige vor dem Verbluten.

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Linz
05/08/2014

Halsschlagader-Riss: Polizisten retteten Linzerin das Leben

Roman Lang und Stefan Mitterlehner leisteten Erste Hilfe und drückten mit Fingern Wunde ab.

von Jürgen Pachner

Eine 27-jährige Frau aus Linz verdankt ihr Leben der spontanen Reaktion zweier Polizisten, die ihr am Mittwochabend nach einem spektakulären Verkehrsunfall spontan geholfen haben. Nakrey S., die einen Riss an der Halsschlagader erlitten hatte, wäre sonst innerhalb weniger Minuten verblutet. "In so einer Situation denkt man nicht nach – wir sind zufällig vorbeigekommen und haben versucht zu helfen", erklärt Polizist Stefan Mitterlehner.

Der 24-Jährige und sein Kollege Roman Lang, 34, von der Polizeiinspektion Traun waren gerade zu Erhebungen nach Linz unterwegs. "Den Unfall selbst haben wir nicht beobachtet, wir sind aber kurz darauf an der Kreuzung vorbeigekommen."

Eine wild gestikulierende Passantin habe sie auf den Vorfall aufmerksam gemacht. "Ich bin aus dem Wagen gesprungen und hinüber gerannt", sagt Mitterlehner. Die beiden Beamten fanden ein völlig zerstörtes Buswartehäuschen, einen beschädigten Kleintransporter und mehrere Menschen vor, die rund um eine schwer verletzte Frau standen. "Die haben anscheinend selbst aber nicht sehr viel gemacht", erklärt Mitterlehner. Die beiden Kollegen erkannten hingegen sofort den Ernst der Lage. "Der Roman hat sich die Handschuhe angezogen und mit den Fingern auf die Wunde am Hals der Verletzten gedrückt." Rund fünf bis zehn Minuten sollte es noch dauern, bis der Notarzt eintraf. "Die Frau war die ganze Zeit ansprechbar – sie hat aber nicht mehr reden können." S. wurde ins AKH Linz eingeliefert und notoperiert. Am Donnerstag war ihr Zustand nicht mehr kritisch. "Nach einem mehrstündigen Eingriff ist sie außer Lebensgefahr", bestätigt der leitende Notarzt Walter Mittendorfer.

"Es ist ein schönes Gefühl, wenn man so etwas hört", freut sich Mitterbauer.

Unfallhergang

Doch wie ist es zu dem Unfall gekommen? Erhebungen der Polizei ergaben, dass der 35-jährige Xhevdet M. im Bereich einer Kreuzung mit seinem Kleintransporter auf der Landwiedstraße ins Schleudern geraten war. Sein Fahrzeug brach auf der regennassen Fahrbahn aus und schlitterte auf ein gläsernes Buswartehäuschen zu. Nakrey S., die im selben Moment daran vorbeiging, wurde gerammt und durch die Verglasung des Häuschens gestoßen. Ihre Halsschlagader wurde aufgeschnitten. Ein 72-jähriger Pensionist wurde durch herumfliegende Splitter leicht verletzt. Ein bei Xhevdet M. durchgeführter Alkotest verlief negativ.

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