Das Campusgebäude der Medfakultät entsteht auf einer Grünfläche beim AKh.

© Land OÖ

GESUNDHEIT
10/23/2013

Große Eile bei Med-Fakultät

Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Uniklinik, Campusgebäude und Lehre sind die wichtigsten Baustellen.

von Christoph Weiermair

Kaum zeitlichen Spielraum sieht Landeshauptmann Josef Pühringer bei den Vorbereitungen für die Linzer Med-Fakultät. Im Jahr 2020 soll es in Linz die ersten Absolventen geben. Das Studium startet im Herbst 2014 zunächst in Graz und übersiedelt dann im Wintersemester 2016/17 nach Oberösterreich.

Nachdem es im Sommer von Hochschulkonferenz und Ministerrat grünes Licht für die Linzer Med-Fakultät gegeben hatte, fand am Mittwoch die erste Sitzung des politischen Lenkungsausschusses statt. Dem Gremium gehören Vertreter von Landtagsparteien, Stadt, Gemeinden, Ärztekammer, Universität und Gebietskrankenkasse an. Diskutiert wurden drei wesentliche Punkte: Die Errichtung des Campus-Gebäudes, die Vorbereitungen für die Fakultät an der Johannes Kepler Universität sowie die Gründung einer Universitäts-Krankenanstalt. Dafür müssen das AKh, die Landesnervenklinik Wagner-Jauregg und die Frauen- und Kinderklinik zu einem neuen Krankenhausträger zusammengeführt werden. Zu welchem Anteil Stadt Linz bzw. Land Oberösterreich an der Uniklinik beteiligt sein werden, muss erst ausverhandelt werden.

Das zukünftige Campusgebäude soll in AKh-Nähe auf einer Grünfläche über einer Tiefgarage entstehen und die geforderten 27.000 Quadratmeter Nutzfläche aufweisen. Teil des Konzeptes sind auch bereits vorhandene Flächen in der Blutzentrale des Roten Kreuzes und in einem Schulungszentrum des Arbeitsmarktservice. Diese sollen bereits vor der Fertigstellung des Campusgebäudes für Lehre und Forschung genutzt werden.

Was den Aufwand betrifft, wurde das Projekt Med-Fakultät am Mittwoch mit der damaligen Neugründung der Kepler-Uni verglichen. „Die Med-Fakultät ist das größte Zukunftsprojekt für Oberösterreich“, betonte Landeshauptmann Josef Pühringer. Der Ärztemangel sei damit zwar nicht automatisch beseitigt, Studien würden aber belegen, dass sich viele Ärzte im Umkreis ihrer Ausbildungsstätte niederlassen. 1800 Studenten sollen im Vollausbau in Linz ausgebildet werden. Forschungsschwerpunkte sind Alters- und Vorsorgemedizin.

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