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Google soll auch Wertschöpfung bringen

20 Jahre haben Kronstorf und Oberösterreich auf Google gewartet. Nach dem Motto, wann beginnt die Moderne in unserem Land?
Ein lächelnder Mann mit grauem, gewelltem Haar und Anzug mit Krawatte.

Nun quartiert sich Google ein, investiert Milliarden in ihr 33. weltweites Datencenter und statt Jubel macht sich Ernüchterung breit. Grüne, Umweltorganisationen und Anrainer protestieren. 

Das Rechenzentrum mit den geplant 100 Beschäftigten benötigt fünf Prozent des österreichischen Stromverbrauchs. Dazu kommt ein enormer Wasserverbrauch. 5,55 Milliarden Liter Wasser pro Jahr sind von den Behörden genehmigt.

Während Andreas Auinger, Wirtschaftsinformatiker am Fachhochschulcampus in Steyr, das Rechenzentrum als Lottosechser sieht, kommen auch kritische Stimmen aus der KI-Branche. „Google stellt da was hin. Das kommt mir so vor, wie wenn die Europäer nach Afrika reingehen und die Bodenschätze rausholen“, sagt ein bekannter Experte. „Die Frage, ist, was bleibt uns? Bleibt Geld, Wissen oder Technologie? Gut, es gibt ein paar Arbeitsplätze. Vom Know-how bringt es gar nichts. Es bringt uns auch nichts, wenn wir wissen, wie man so ein Rechenzentrum baut. Das machen sie selbst. Google baut sich was her, damit man die Google-Suche machen kann. Dafür nehmen sie das Wasser und die Energie her. Es bleibt nichts von der Technologie da.“

Das Land, die Gemeinde und letztlich alle investieren mit Strom und Wasser enorm in den Bau. Im Gegenzug müsste Google das Land bei der Wertschöpfung und beim Know-how profitieren lassen. Indem es zum Beispiel regionale Firmen im Zentrum rechnen lässt. Oder ein Forschungszentrum einrichtet. Die Politik ist eingeladen, die Wertschöpfung einzufordern. Gerade deshalb, weil sich Oberösterreich als KI-Leitregion definiert und hervorragende Experten und Absolventen zur Verfügung stehen.

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