Chronik | Oberösterreich
20.10.2017

Geplanter Amoklauf an Schule: 15-Jähriger vor Gericht

Auch wegen Hakenkreuz-Schmierereien und Kinderporno-Besitzes angeklagt.

Am Montag muss sich in Wels ein 15-Jähriger vor Gericht verantworten, der im Juli einen Amoklauf an einer oö. Schule geplant haben soll. Er ist nicht nur wegen gefährlicher Drohung und unerlaubten Waffenbesitzes angeklagt, sondern auch wegen Verbrechen nach dem Verbotsgesetz und des Besitzes von Kinderpornos. Ihm drohen fünf Jahre Haft und eine Einweisung in eine Anstalt.

Pläne waren "sehr konkret"

Die Amok-Pläne des Burschen waren laut Ermittlern "sehr konkret". Nachdem er anderen Schülern davon erzählt haben soll, flogen die Absichten des Jugendlichen allerdings auf. Die Schule schaltete die Polizei ein. Diese hatte ihn ohnehin bereits wegen Hakenkreuz-Schmierereien im Visier.

Waffen in Wohnung

In der Wohnung des Verdächtigen wurden Hieb- und Stichwaffen sowie eine Gaspistole sichergestellt. Zudem wurden auf seinem PC Kinderpornos gefunden. Ein psychiatrisches Gutachten attestiert ihm Zurechnungsfähigkeit, stuft ihn aber als gefährlich ein. Die Staatsanwaltschaft hat daher zusätzlich zur Strafe eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher beantragt. Ein Urteil soll bereits am Montag gesprochen werden.