Flächen für neue Seilbahntrassen und Pisten wird es nur durch Eingriff in Naturschutzgebiete geben, befürchten Umweltschützer.

© KURIER/Jack Haijes

Oberösterreich
12/06/2015

Pühringer treibt Skigebiets-Fusion voran

Landeshauptmann koordiniert den Ausbau: "Es muss für die Zukunft eine Lösung geben."

von Christoph Weiermair

Noch vor der Landtagswahl hat Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) den Zusammenschluss der Skigebiete Höss in Hinterstoder und Wurzeralm in Spital am Pyhrn mittels einer umstrittenen "Ski-U-Bahn" abgesagt. Ein Tunnel für eine Standseilbahn durch das Warscheneckmassiv sei kostenmäßig nicht darstellbar, erklärte er.

Jetzt feilt der Landeshauptmann an einer Alternative. Gerüchte, wonach er die Skigebietserweiterung zur Chefsache erklärt habe und diese noch unbedingt vor dem Ende seiner Amtszeit durchboxen wolle, weist Pühringer aber zurück: "Die Zeit dräng nicht, aber es muss eine Zukunftsperspektive geben. Ich habe eine Koordinierungsfunktion übernommen, es wird regelmäßig Gespräche mit den wesentlichen Akteuren geben."

Dazu würden neben Bürgermeistern, Touristikern, Skigebiets-Mehrheitseigner Peter Schröcksnadel und den Landesräten Manfred Haimbuchner (Naturschutz, FPÖ) und Michael Strugl (Tourismus/Raumordnung, ÖVP) auch Alpinvereine gehören: "Man wird es nicht allen rechtmachen können, aber ich will eine Lösung mit breiter Zustimmung."

Details, wie die Erweiterung aussehen könnte, nennt Pühringer nicht. Weil große Teile der möglichen Flächen unter Naturschutz stehen, scheinen neue Seilbahntrassen und Pisten nur möglich, wenn es Umwidmungen und einen Flächenabtausch gibt. Umweltschützer haben bereits Widerstand angekündigt.

Nicht winterlich

Alles andere als optimal ist die aktuelle Wetterlage für den Saisonstart in vielen Skigebieten in Oberösterreich. Der Kunstschnee ermöglicht aber vielerorts zumindest einen Teilbetrieb, etwa am Kasberg in Grünau. Im Skigebiet Dachstein-West herrschen ab 1000 Metern Seehöhe gute Bedingungen, die Pisten am Hornspitz sind geöffnet. Am Hochficht im Mühlviertel können Skifahrer auf der Standardabfahrt ins Tal wedeln: Wenn auch nicht in der vollen Breite, dafür aber bei stark ermäßigten Tarifen. Am Sternstein musste das Opening auf 15. Dezember verschoben werden.

In Hinterstoder und auf der Wurzeralm sind Lifte und Pisten bereits seit vergangenem Wochenende im Teilbetrieb.

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