Johannes Deutsch, Am Ufer der stygischen Stadt II - Phase IIa, 2014

© Museum Angerlehner/Bildrecht Wien

Vernissage
01/21/2018

Fotokunst von Johannes Deutsch: Von der "Unterwelt" zur nächtlichen Stadt

von Michaela Greil

Thalheim.Das Museum Angerlehner präsentiert ab heute, Sonntag, 21. Jänner, um 11 Uhr, den Bildzyklus Der Raub der Proserpina vom in Wien lebenden Künstler Johannes Deutsch.

Der gebürtige Linzer überblendet in seinen Fotoarbeiten Grundthemen der Kulturentwicklung mit zeitgenössischen Aspekten und erzeugt eine Vielstimmigkeit im Bild. Die vermeintliche " Unterwelt" wird zur belebten nächtlichen Stadt. "Allein die Rezeptionsgeschichte der Metamorphosen und des Raub der Proserpina im Besonderen zeigen, welche kulturellen Auswirkungen ein so tiefgehendes literarisches Kunstwerk für nachfolgende Epochen und Kulturen respektive Religionen haben kann", sagt Deutsch zum Mythos. Für ihn seien durch diese epischen Verse auch die noch viel spätere Aufklärung und Säkularisierung wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Bereits in den 1980er Jahren hat er sich mit der Beobachtung und dem künstlerischen Begreifbarmachen der mentalen Welt beschäftigt. Mentale Elemente seien wie Filmbilder während der Konstruktion unseres eigenen Erlebten. "Wir reden hier von etwas Ähnlichem wie Tagträumen, also von einer wieder zurück in eine kohärente (Kunst-) Welt zu übersetzenden ’Geschichte’, aber eben in unserer Innenwelt: Das bedeutet für mich, mit Inspiration zu arbeiten."

Die ebenfalls ab 21. Jänner ausgestellten Werke von Peter Baldinger wirken teils wie große, gemalte Pixel und leben von der Reduktion.

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