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Bei Festnahme stark betrunken: Mann stach mehrmals auf Ex-Freundin (30) ein

Der Verdächtige (37) hatte mehr als zwei Promille Alkohol im Blut. Die Einvernahme des Mannes steht noch aus.
Seitliche Ansicht einer Autotür mit der Aufschrift „Polizei“ und einem österreichischen Wappen.

Nach einem Femizidversuch am Freitag in einer Wohnung im Bezirk Ried im Innkreis, bei dem ein 37-Jähriger seine 30-jährige Ex-Freundin mit einem Messer schwer verletzt haben soll, stand am Samstag die Beschuldigteneinvernahme des Verdächtigen noch aus. Laut Staatsanwalt Alois Ebner hatte der festgenommene Mann mehr als zwei Promille Alkohol im Blut. Das Motiv sei „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ Eifersucht gewesen, wie er am Samstag gegenüber der APA erklärte.

Das Opfer sei ansprechbar gewesen und habe sich entsprechend eines Eifersucht-Motives geäußert, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Ried. Die Frau habe mit dem Täter eine langjährige Beziehung geführt, die zu Ende gegangen sei. „Sie dürfte einen neuen Partner haben.“

Verdächtiger gestand Tötungsabsicht ein

Details über die Hintergründe der Tat erwarten sich die Ermittler nach den Einvernahmen des Opfers und des Verdächtigen. Dieser habe gestern in seinen ersten Angaben über die Tat eine Tötungsabsicht durchaus zugestanden. Er sei stark alkoholisiert gewesen, sagte Ebner. Am Samstagvormittag befand sich der Beschuldigte noch in Polizeigewahrsam. Er soll im Laufe des Tages in die Justizanstalt Ried überstellt werden, wie der Staatsanwalt erklärte. Vermutlich werde auch noch heute die Beschuldigteneinvernahme durchgeführt.

Die Staatsanwaltschaft geht derzeit von einem versuchten Mord aus. Den bisherigen Ermittlungen zufolge soll der 37-Jährige am Freitagmorgen nach einem Streit mit einem Küchenmesser zweimal in den Rücken und einmal in den Oberarm der Frau gestochen haben. Zwei Kinder der 30-Jährigen befanden sich zu diesem Zeitpunkt in einem anderen Zimmer und dürften die Tat nicht mitbekommen haben. Der Verletzten gelang die Flucht in einen Nachbarort, der Täter soll sie mit dem Messer verfolgt haben.

Zwei vorbeikommende Verkehrsteilnehmer zogen die Frau in ihr Fahrzeug. Als der Verdächtige die Autotür öffnen und die Frau erneut angreifen wollte, verhinderte dies der Lenker, beschrieb die Polizei gestern die dramatischen Szenen. Beim Wegfahren habe der 37-Jährige noch mit dem Messer gegen die Heckscheibe gestochen. Einsatzkräfte nahmen den Mann anschließend widerstandslos in seiner Wohnung fest und stellten die mutmaßliche Tatwaffe sicher. Die 30-Jährige erlitt schwere Verletzungen, akute Lebensgefahr bestand nicht. Sie wird in einem Krankenhaus in Linz medizinisch betreut.

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