Felsen stürzte auf Haus: Bewohner unverletzt

Felsen stürzte auf Haus: Bewohner unverletzt
Tonnenschwere Steine hatten sich aus einer Wand gelöst.

Johann Hauer steht der Schrecken am Freitag noch ins Gesicht geschrieben. „Meine Frau und ich sind in der Küche beim Essen gesessen, als es plötzlich einen gewaltigen Bumser gemacht hat.“ Metergroße Steine hatten sich am Donnerstag aus der „Grubermauern-Wand“ in Grünau gelöst und waren fast 400 Meter über einen Abhang auf sein Haus zugerollt.

Einer der Felsen  schlug auch ein. „Das ganze Gebäude hat gezittert.“ Hauers erster Gedanke: Ein Teil des Hauses sei eingestürzt. Er rannte ins Freie und fand den Auslöser der Erschütterung: Ein 2,5 Tonnen schwerer Brocken hatte ein Holztürl durchschlagen und war über einen Stiegenaufgang bis in den Innenhof gerollt. Abgeschlagene Mauerteile und eine beschädigte Fensterumrahmung waren die Folge.

Witterung

„Wir haben enormes Glück gehabt, dass nicht mehr passiert ist – es hätte auch Tote geben können“, sagt Hauer.  Eigentlich habe er  vor das Haus gehen wollen, als ihn seine Frau noch kurzerhand zum Essen rief.  „Wer weiß, was mir sonst passiert wäre.“
Auf der Rückseite im Garten durchschlug ein noch größerer Felsen (fünf Tonnen) eine andere Tür und blieb dabei hängen. Seiner Frau habe das nervlich doch ziemlich zugesetzt: „Eigentlich wollten wir unser Schlafzimmer in den betroffenen Trakt des Hauses verlegen, doch das werden wir wahrscheinlich bleiben lassen.“
Bürgermeister Alois Weidbacher ist erleichtert, dass keine Personen zu Schaden gekommen sind: „Auch das Haus ist zum Glück nicht einsturzgefährdet.“

Experten der Wildbachverbauung und des Landes OÖ begutachteten am Freitag die Abbruchstelle an der Felswand. „Vermutlich war Frost in Verbindung mit Schnee der Auslöser des Unglücks“, sagt Landesgeologe Harald Wimmer. Ein Wandweg und ein Teil der Straße bleiben gesperrt. Die Bewohner wurden angehalten, sich nicht im hinteren Teil des Hauses aufzuhalten.

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