Chronik | Oberösterreich
15.07.2013

Ex-Pater als Neonazi in Verdacht

Kremsmünster. Staatsanwaltschaft Steyr hat Ermittlungen aufgenommen

Die Staatsanwaltschaft Steyr hat nun gegen den ehemaligen Konviktsdirektor des Stiftsgymnasiums Kremsmünster auch ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der NS-Wiederbetätigung eingeleitet.

Der Anfang Juli wegen schweren sexuellen Missbrauchs in erster Instanz (nicht rechtskräftig) zu zwölf Jahren Haft verurteilte Ex-Pater August M. soll gegenüber Zöglingen u. a. folgende Äußerungen getätigt haben: „Ich hol’ die Pumpgun und erschieß dich, du Jud!“ oder „Ihr seid lebensunwertes Leben, das auszumerzen ist“. Weiters soll er Schülern gegenüber auch immer wieder eine „Geheime Stiftspolizei“ (GeStiPo) erwähnt oder Schüler als „Pimpfe“ (Bezeichnung für Mitglieder der Hitlerjugend bzw. des „Deutschen Jungvolks“) tituliert haben. Zumindest einem Schüler soll M. einen SS-Dolch mit der Inschrift „Meine Ehre heißt Treue“ gezeigt und erklärt haben, dass das ein ganz besonderer Schwur sei.

In der Anzeige der Opferanwälte wird auch der Vorwurf erhoben, dass im Stiftsinternat von Hakenkreuz-Tellern gegessen worden sei.

Die Staatsanwaltschaft Steyr hat nun gegen den ehemaligen Konviktsdirektor des Stiftsgymnasiums Kremsmünster auch ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der NS-Wiederbetätigung eingeleitet. Der Anfang Juli wegen schweren sexuellen Missbrauchs in erster Instanz (nicht rechtskräftig) zu zwölf Jahren Haft verurteilte Ex-Pater August M. soll gegenüber Zöglingen u. a. folgende Äußerungen getätigt haben: „Ich hol’ die Pumpgun und erschieß dich, du Jud!“ oder „Ihr seid lebensunwertes Leben, das auszumerzen ist“. Weiters soll er Schülern gegenüber auch immer wieder eine „Geheime Stiftspolizei“ (GeStiPo) erwähnt oder Schüler als „Pimpfe“ (Bezeichnung für Mitglieder der Hitlerjugend bzw. des „Deutschen Jungvolks“) tituliert haben. Zumindest einem Schüler soll M. einen SS-Dolch mit der Inschrift „Meine Ehre heißt Treue“ gezeigt und erklärt haben, dass das ein ganz besonderer Schwur sei. In der Anzeige der Opferanwälte wird auch der Vorwurf erhoben, dass im Stiftsinternat von Hakenkreuz-Tellern gegessen worden sei