© Pressefoto Scharinger / Daniel S

Chronik Oberösterreich
10/29/2012

Ermittler hoffen nun auf DNA-Spur des Mörders

Im Fall der getöteten Renate D. gibt es noch keinen Tatverdächtigen.

von Michael Petermair

Nach dem Mord an der 68-jährigen Renate D. laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Die  Pensionistin, die in der Nacht auf Samstag in Taufkirchen an der Pram getötet worden ist,  starb laut Gerichtsmedizin  durch „massive Schläge auf den Kopf“. Die Obduktion der Leiche ergab auch, dass der Frau  fünf Stiche in die Lunge zugefügt  worden waren.
 „Der Mörder ging äußerst brutal vor“, bestätigt Polizeisprecher Adolf Wöss. Von der Tatwaffe, einer Axt oder einem axtähnlichen Gegenstand, fehlt jede Spur. Ob es sich um einen oder mehrere Täter handelt, stand gestern  ebenfalls noch nicht fest. 

Einbruch

 Die Ermittler gehen davon aus,   dass der oder die Unbekannten einbrechen wollten und dabei von der 68-Jährigen – sie war zum Zeitpunkt der Tat alleine im Haus – überrascht worden sind. Wöss: „Wir schließen einen  Raubmord nicht aus. Es muss vorerst  geklärt werden, ob überhaupt etwas gestohlen wurde.“

Leopold D., der 72-jährige Ehemann der Ermordeten, konnte bisher nur kurz einvernommen werden.  Der ehemalige Hauptschuldirektor erlitt einen schweren Schock, als er   von einem Maturatreffen nach Hause gekommen war   und seine Frau  gegen 1.15 Uhr in einer Blutlache liegend aufgefunden hat. Der von ihm verständigte Notarzt konnte nur noch den Tod des Opfers feststellen. Gestern, Sonntag, stand nahezu die gesamte Mord-Gruppe der Polizei in Oberösterreich im Einsatz. Es wurden Befragungen im sozialen Umfeld und in der Nachbarschaft von Renate D. durchgeführt.

„Wir haben außerdem Personen unter die Lupe genommen, die sich zum Zeitpunkt des Mordes in der Nähe des Hauses aufgehalten haben sollen“, sagt Wöss. Verdächtigen gebe es aber keinen. „Wir hoffen nun, dass wir bei den Untersuchungen auf eine DNA-Spur des Täters  stoßen. In zwei, drei Tagen wissen wir mehr“,  betont Alois Ebner von der Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis.

Entsetzen

 Das brutale Verbrechen hat in der 3000 Einwohner zählenden Gemeinde Taufkirchen Entsetzen und Erschütterung ausgelöst. Das Mordopfer wird  als positiver, lebenslustiger Mensch beschrieben. Im Gemeindeleben sei die Frau stets präsent gewesen. „Sie war  warmherzig und liebenswert. Ich kann es nicht fassen, dass sie tot ist“, sagt Nachbar Florian R.

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