Bergrettung und Alpinpolizei brachten die Rollstuhlfahrer und ihre Begleiter unversehrt zurück zum Ausgangspunkt der Tour bei der Grünbergbahn

© Bergrettung

Oberösterreich
08/08/2021

Elektrorollstühle streikten bei Bergtour

Bergretter und Alpinpolizist im Einsatz: Acht Ausflügler mit Beeinträchtigungen blieben am Rückweg von einem Ausflug am Grünberg hängen

von Wolfgang Atzenhofer

„Die waren alle gut drauf und auch gut beisammen.“ Mit Respekt und einem Schmunzeln berichtet Einsatzleiter Stefan Oberkalmsteiner von der Bergrettung Gmunden über die nicht alltägliche Rettung von acht Rollstuhlfahrern mit ihren Betreuern, die Samstagnachmittag am Grünberg in Not geraten waren.

Die sonst sehr geländegängige Truppe von 17- bis 30-Jährigen aus Oberösterreich war mit ihren Elektrorollstühlen auf einer Wanderstrecke hängen geblieben, die von Unwettern fast unpassierbar geworden war.

Die Gondelfahrt auf den Grünberg, die Tour über den Baumwipfelweg und auch der Ausflug zum malerischen Laudachsee war für die fröhliche Gruppe mit ihrer fahrbaren Unterstützung noch kein Problem gewesen. Auf der Rückkehr entschloss man sich aber, nicht mit der Gondel zur Talstation in Gmunden abzufahren, sondern über eine Forststraße und den Wanderweg „Dürrenberg“ zum Traunsee-Ostufer absteigen zu wollen.

Dreieinhalb Kilometer kam die Gruppe auf einer gut befestigten Forststraße tadellos vorwärts, bis die Probleme begannen: Die Straße wurde immer mehr zum Traktor- und Wanderweg. „Dann kamen sie in einen Bereich, wo es tiefe Ausschwemmungen von den Unwettern gab. Da konnte man nicht mehr vorwärts kommen“, schildert Oberkalmsteiner. Rasch waren sich alle einig, dass eine Umkehr zur Gondelbergstation notwendig sei.

Überhitzungsstopp

Doch da spielte den Bergfexen nach kurzer Zeit die Technik einen üblen Streich. Oberklamsteiner: „Bei den Rollstühlen ist der Überhitzungsschutz angesprungen und sie sind gestanden.“ Die steile und steinige Retourstrecke war für die Rollstühle eine zu große Strapaz. Der Notruf an die Bergrettung blieb gegen 17.40 Uhr die einzige Chance.

Vier motorisierte Bergretter und ein Alpinpolizist rückten an. Die unverletzten Wanderer wurden im vierradgetriebenen Bergrettungswagen ins Tal chauffiert. Damit alle Rollstühle im Polizeibus Platz fanden, musste kurzerhand die Rückbank abmontiert werden.

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