© Peter brugger

Chronik Oberösterreich
08/07/2022

Musik mitten in der imposanten Eishöhle

Bei der Konzertreihe „Eisklang“ wird die Dachstein Rieseneishöhle zur außergewöhnlichen Bühne

von Claudia Stelzel-Pröll

Normalerweise steht der gläserne Flügel in der Landesmusikschule Bad Goisern. Einmal pro Jahr wird das imposante Instrument aber auf eine spezielle Reise geschickt. Mit viel Präzision und Fingerspitzengefühl wird der Flügel mit der Seilbahn zur Mittelstation und von dort weiter in die Dachstein Rieseneishöhle, dem sogenannten Parzivaldom, transportiert. Eine Spezialfirma und das Team der Dachstein Rieseneishöhle helfen dafür zusammen. Grund der Reise ist jeden Sommer wieder die Eisklang-Konzertreihe.

Warm anziehen

Peter Brugger ist Direktor der Landesmusikschule Bad Goisern und Initiator der Veranstaltung. Er lädt Künstlerinnen und Künstler in diesen imposanten Konzertsaal ein. Dabei heißt es sowohl für die Vortragenden als auch für das Publikum: warm anziehen! Denn in der Eishöhle hat es null Grad. „Die Akustik im Parzivaldom ist überraschend fein, es gibt keinen Hall. Es gibt etliche Musikerinnen und Musiker, die hier von ihrer Lieblingsbühne sprechen“, sagt Peter Brugger. Man wolle kein Spektakel oder Event, sondern eine dezente Veranstaltung, die in die Region passe, so der Initiator.

Kommenden Freitag, 12. 8., setzt sich Peter Brugger selbst an den Schimmel-Glasflügel und bringt Musik von Beethovens Mondscheinsonate über Nocturnes von Chopin bis zu Mendelssohns Hebriden mit in die Rieseneishöhle Dachstein-Obertraun.

Am 19. 8. ist dann Star-Violinist Benjamin Schmid zu Gast in eisigen Gefilden: Er konzertiert auf einer Violine des berühmten Geigenbauers Jean-Baptiste Vuillaume. Benjamin Schmid spielt Violinsonaten für Klavier und Solosuiten von Bach, begleitet wird er von Ariane Hearing am Flügel.

Am 26. August wird es bei „Hollerschnaps & Haydn“ volkstümlicher: Auf Haydns Spuren begeben sich bei diesem Konzert die „Hollerschnappszuzler“. Sie sind die Nachfolger des legendären Goiserer Viergesangs, unter der Leitung von Klaus Neuper, gemeinsam mit dem Trompeter der Wiener Staatsoper, Fred Gaal. Stimmungsvolle Jodler finden sich dabei in den träumerischen und zugleich quirligen Melodien von Haydns brillantem Trompetenkonzert, ein besonderer akustischer Genuss im einzigartigen Konzertsaal.

Pro Konzert gibt es 150 Stehplätze, die Karten dafür sind meist schnell vergriffen.

www.eisklang.at

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