Mnozil Brass eröffnen die Salzkammergut Festwochen Gmunden

© Daniela Matejschek

Chronik | Oberösterreich
06/02/2019

Ein Sommer voller Kulturgenuss

Klassik, Blasmusik, Literatur, Theater, Operette: Wer diesen Sommer seine Kulturbatterien aufladen will, hat die Qual der Wahl.

Vielfältig, breit, qualitativ hochwertig und kreativ: Dieses Angebot kann sich sehen lassen. Die Sommermonate wollen kulturell schon jetzt gut geplant werden, denn die Auswahl an spannenden Veranstaltungen ist groß.

Vom Mühlviertel bis ins Traunviertel, vom Innviertel bis ins Hausruckviertel und auch knapp über die oberösterreichischen Landesgrenzen hinaus werden Theater, verschiedene Häuser und auch ungewöhnliche Orte bespielt.

Für Klassik- und Jazzfans, für Literaturfreunde und Theaterfreaks ist jede Menge dabei.

Salzkammergut Festwochen Gmunden: Sommerfrische und Kultur als Kombi

Sie machen den Anfang: Mnozil Brass eröffnen am 9. Juli mit der Österreich-Premiere ihres Programmes „Gold“ die Salzkammergut Festwochen Gmunden. Klassik-Fans erwartet ein Bruckner-Schwerpunkt: Zum einen, das Gastspiel des Bruckner Orchesters Linz mit der Sinfonie Nr. 7 (4. 7., Kitzmantelfabrik Vorchdorf) sowie das Orchesterkonzert der Angelika-Prokopp-Sommerakademie der Wiener Philharmoniker (14. 8., Toscana Congress Gmunden).
Anlässlich des 30. Todestages von Thomas Bernhard gibt es einen entsprechenden Literaturschwerpunkt. Aus seinem reichen Schaffen werden Stars wie Klaus Maria Brandauer und Hermann Beil (31. 7., Stadttheater Gmunden), Nicholas Ofczarek und Tamara Metelka (2. 8., Stadtttheater), Birgit Minichmayr (6. 8., Stadttheater) und Herbert Föttinger (21. 7., Thomas Bernhard Haus) literarische Abende gestalten.

Jazz  bieten Matthias Rüegg und Lia Pale mit dem Brahms Songbook (20. 7., Stadttheater Gmunden) und Lukas Kranzbinder und Shake Stew mit dem neuen Album „Rise and Rise again“ (15. 8., Stadttheater).
Die historische Hipp-Halle Gmunden beherbergt während der Monate Juli und August zeitgenössische Kunst der  oberösterreichischen Kreativen Thomas M. Mayrhofer und Bianca Kiso.

Programm- und Ticketinfos auf www.festwochen-gmunden.at

Festival der Regionen: Soziale Wärme im Strudengau

Mit dem Thema „Soziale Wärme“ richtet das Team rund um Festivalleiter Airan Berg den Blick auf aktuelle, gesellschaftspolitische Entwicklungen. Beim Festival der Regionen in Perg-Strudengau sollen das Miteinander, die Empathie und der Respekt voreinander eine Bühne bekommen.

Von 28. Juni bis 7. Juli stehen 38 Projekte auf dem  Programm, ausgeführt von nationalen und internationalen KünstlerInnen. Außerdem haben  Menschen aus der Region viele Möglichkeiten, das Festival auf verschiedene Weisen mitzugestalten und zu erleben.

Kunst, Literatur, Theater und Musik wollen Fragen beantworten: Wie können wir unsere persönlichen Grenzen aufbrechen und die Augen öffnen für den Menschen, der uns gegenübersteht?

Das Kriegergut in Perg ist Festivalzentrum und Infopoint gleichermaßen, Programmpunkte des Festivals der Regionen gibt es aber nicht nur in Perg, sondern auch in Mauthausen, Grein, Bad Kreuzen und in St. Nikola/Donau.

www.fdr.at

Woodstock der Blasmusik: Lautstark in Ort im Innkreis

So ein Blechsalat! Wenn von 27. bis 30. Juni die Massen Ort im Innkreis stürmen, kann das nur einen Grund haben: Es ist Woodstock der Blasmusik. Hauptact sind dieses Jahr  Kool & the Gang, aber auf sechs Bühnen geben sich auch zahlreiche andere Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland die Tuba, das Saxofon oder die Trompete in die Hand.

Ein Highlight ist jedes Jahr wieder der Samstagnachmittag: Letztes Jahr waren es 15.000 Woodstock-Gäste, die zu ihrem eigenen Instrument gegriffen  und gemeinsam musiziert haben. Ein unvergleichliches Klangerlebnis der Sonderklasse.

Das Ziel des Organisationsteams rund um Festivalgründer Simon Ertl ist klar: „Wir wollen das Programm noch vielfältiger machen. Blasmusik mit ihrem ganzen Facettenreichtum gibt es schließlich auf der ganzen Welt. Und das wollen wir noch mehr miteinbeziehen.“

www.woodstockderblasmusik.at

Lehár Festival: Von 13. Juli bis 1. September heißt es "Alles Operette" in Bad Ischl

Jeden Sommer seit den 1950er-Jahren wird die Kaiserstadt zur Festival- und Musikstadt: Auch heuer wieder heißt es von 13. Juli bis 1. September „Bühne frei!“ für das Lehár Festival Bad Ischl. Das Hauptaugenmerk liegt wieder auf der Operette, das Rahmenprogramm darf aber ruhig ein bisschen breiter sein.

Zugpferd ist die Benatzky-Operette „Im weißen Rössl“ mit Susanna Hirschler in der Rolle der Hotelbesitzerin Josepha Vogelhuber. Walzerseligkeit trifft auf  Urlaubsstimmung, denn „Die ganze Welt ist himmelblau“ und jeder fragt sich: „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist?“ Premiere ist am 13. Juli.

In „Pariser Leben“ von Jacques Offenbach wird nach bester französischer Art geliebt, getäuscht und getanzt, denn natürlich wird Offenbachs berühmter Can-Can nicht fehlen. Premiere am 20. Juli.

Am 10. 8. feiert mit Clo- Clo von Franz Lehar ein Stück Premiere, das noch nie bei den Festspielen zu erleben war.

Bei der Uraufführung „Oparettet den Jazz“ am 13. 8. bringen die vier Jazzprofis von Saxofour Groove, Originalität und Humor gleichermaßen unter einen Hut.
Im Kongress & TheaterHaus Bad Ischl ist während der  Festivalzeit die Fotoausstellung „Operetten-Menschen“ zu sehen. Fotograf Stephan Huger porträtierte zeitgenössische Größen der Operette, zu sehen sind unter anderem Harald Serafin, Waltraud Haas, Ramesh Nair und Birgit Sarata.

Alle Termine und Ticket-Infos auf www.leharfestival.at