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Die Zukunft ist abgesagt

War es eine wohlüberlegte Entscheidung, oder eine aus Frust oder sollte es eine Provokation sein?
Ein lächelnder Mann mit grauem, gewelltem Haar und Anzug mit Krawatte.

Rektor Stefan Koch hat das von ihm angekündigte englischsprachige Bachelorstudium „Quantum Science and Technology“ wegen der von der Regierung angekündigten Budgetkürzung vorerst abgesagt. 

Die Reaktionen waren entsprechend negativ. Das Wissenschaftsministerium protestierte, ebenso die Studentenvertretung. „Dass das Rektorat eigenes Planungschaos nun auf das Budget und damit indirekt auf das Bundesministerium schiebt, darf an der Kepleruniversität nicht zur gängigen Vorgehensweise werden“, sagt die Hochschülerschaft.

Stelzer kritisiert das Nein des Rektors

Der Rektor bekam auch eine Abreibung von Landeshauptmann Thomas Stelzer. „Heute war kein guter Tag, wenn ich an Quantencomputing denke“, sagte er ganz offiziell beim Empfang der Industriellenvereinigung an der Universität. Für Stelzer ist die Absage aus zwei Gründen schmerzlich. Er will Linz zur Leitregion für Künstliche Intelligenz machen. Und er zahlt dafür auch aus der Landeskasse, obwohl das eigentlich Sache des Bundes ist.

Die Entscheidung von Koch lässt Zweifel aufkommen, ob die Universitäten in der Lage und flexibel genug sind, auf neue Entwicklungen zu reagieren. Das Einfachste ist, das Alte einfach weiterlaufen zu lassen und die Neuerungen zu streichen. Aber dafür braucht es keine sehr gut bezahlten Rektoren. Die Entscheidung von Koch ist eine Bestätigung der Kritik des Rates für Forschung und Technologie, der sich in seiner Analyse für eine neue Hochschulstrategie und Schwerpunktbildungen ausspricht. Wenn Apparate und Institutionen aus sich heraus zu wenig reformfähig sind, erzwingen sie Eingriffe von außen.

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